Mo, 16. Juli 2018

Gefahr für Arten

09.01.2017 10:42

Australien beklagt große Katzenplage am Festland

In Australien gibt es so gut wie keinen Fleck mehr, an dem keine wilden Katzen leben. Die Tiere bewohnen 99,8 Prozent des Festlandes, wie aus einer am vergangenen Mittwoch in der Zeitschrift "Biological Conservation" veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Mehr als 40 australische Umweltwissenschafter arbeiteten den Angaben zufolge an der Untersuchung, in die Ergebnisse von fast 100 Studien einflossen.

Die Zahl der streunenden Katzen schwanke zwischen 2,1 und 6,3 Millionen, je nach Verfügbarkeit von Beute, sagte Sarah Legge von der University of Queensland laut einer Mitteilung. Sie haben bereits das Aussterben von mehr als 20 australischen Säugetierarten verursacht - etwa des Wüsten-Langnasenbeutlers und des Mondnagelkängurus. Die Untersuchungsergebnisse unterstrichen das Ausmaß des Katzenproblems sowie die Notwendigkeit, effektive Kontrollen auszuarbeiten, sagte Legge.

Ursprünglich aus Europa eingeführt
Katzen wurden ebenso wie Füchse im 17. und 18. Jahrhundert aus Europa eingeführt. Nach Angaben des Umweltministeriums haben sie rund 100 nur in Australien vorkommende Arten gefährlich dezimiert, darunter Vögel, Frösche, Grashüpfer, Schildkröten, Käfer und Krustentiere. Die Regierung erklärte die Katzen im Jahr 2015 zu einer Plage und verkündete, zwei Millionen von ihnen bis 2020 töten zu lassen - durch Giftköder und vor allem durch Gewehrkugeln.

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