Fr, 21. September 2018

Südsteiermark:

18.10.2016 15:54

Öko-Energie aus Klärschlamm

Eine europaweit einzigartige Biomethan-Anlage wurde in Straß präsentiert. Aus Klärschlamm wird mit innovativer Technik Naturgas in Erdgasqualität gewonnen. Rund elf Millionen Kilowattstunden können jährlich in das Gasnetz der Energie Steiermark eingespeist werden. Gestern ging die Anlage ans Netz.

Anlagen, in denen Klärschlamm verarbeitet wird, sind nichts Neues. Normalerweise wandeln sie das dabei erzeugte Biogas in Strom um. Die nun in Straß nahe Leibnitz präsentierte Anlage jedoch veredelt das Gas, wodurch es die Qualität von Erdgas erhält.

Innovative Technik
"Dafür werden dem Klärschlamm Co-Fermente beigemengt - organische Abfälle von der Fruchtverarbeitung oder Schlachtbetrieben", erklärt Edmund Kohl, Geschäftsführer der Naturgas GmbH, die die Anlage betreibt und die im Eigentum des Abwasserverbandes Leibnitzerfeld-Süd ist. Was in der Produktion übrig bleibt, wird zu Düngekohle verarbeitet.

Millioneninvestition
14,5 Millionen Euro wurden in die Anlage investiert. Mit der Energie Steiermark hat man für die nächsten 20 Jahre einen fixen Abnehmer. Sie speist die 110 m3 Bioethan, die stündlich produziert werden, in das steirische Gasnetz ein. "Damit erhöhen wir den Anteil an reiner Öko-Energie im Gassektor", freut sich Vorstandssprecher Christian Purrer.

Gastankstelle soll entstehen
Am gestrigen Dienstag ging die Anlage ans Netz, im Sommer 2017 soll sie dann in Vollbetrieb gehen. Bis dahin wird auch noch eine Gas-Tankstelle für die Pkw der Gemeinden im Verband Leibnitzerfeld-Süd entstehen.

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