So, 19. August 2018

Lösung gesucht

14.10.2016 16:37

Biogasbetreibern geht die Luft aus

Einige haben ihren Betrieb bereits eingestellt, weitere Pleiten drohen: Weil der auf 13 Jahre fixierte Ökostromtarif bei vielen heimischen Biogasbetreiber ausläuft, stehen sie jetzt vor einer ungewissen Zukunft. "Kommt keine rasche Lösung, müssen wir alle zusperren", warnt der Dachverband Arge Kompost und Biogas.

Biogasanlagen und ihre Wirtschaftlichkeit erhitzen seit Jahren die Gemüter, Lösungen lassen nach wie vor auf sich warten. Kanzler Christian Kern brachte mit einer Rede im Nationalrat das Fass nun zum Überlaufen: Er bezeichnete die Förderung von Energie aus Biomasse als "Klientelismus" und "verdeckte Subventionen".

Die Betroffenen schäumen: "Ökostromanlagen auf Basis Biomasse bilden das Rückgrat der Erneuerbaren Energie in Österreich! Allein in der Steiermark versorgen 40 Biogasanlagen aktuell 27.000 Haushalte mit Strom und Wärme. Sie jetzt stillzulegen, konterkariert alle Bemühungen in Sachen Energiewende", wettert Christian Metschina vom Biomassverband.

Erwartungen haben sich nicht erfüllt
Zu den Anfängen: Biogasbetreiber, zumeist Bauern, haben einst als Anschubfinanzierung einen auf 13 Jahre garantierten Ökostromtarif erhalten. Der liegt um ein Vielfaches über dem Normaltarif. "Nach den 13 Jahren, so war man sich damals sicher, werde man keine Förderungen mehr benötigen, da der Strompreis kontinuierlich steigt", erklärt Markus Lukas von der Arge Kompost und Biogas. "Jetzt liegt er bei bitteren 2,8 Cent pro Kilowattstunde." Die Kosten-Nutzen-Rechnung stimme einfach nicht mehr.

Was den Experten besonders wurmt: "Viele haben sich um ein umfassendes Wärmekonzept gekümmert und sich an der Finanzierung der Fernwärmeleitung für die ganze Gemeinde beteiligt. Es wäre ein Wahnsinn, die Struktur, die man bewusst aufgebaut und hoch gefördert hat, jetzt pleite gehen zu lassen."

Die Forderung der Befürworter: "Dass die Unterstützung für Biogasanlagen nach Vorbild Deutschland auf 20 Jahre verlängert wird. Bis dahin sind wenigstens die Kosten gedeckt und die Betroffenen haften nicht mehr mit ihrem Privatvermögen", meint Lukas.

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