Mi, 20. Juni 2018

Neuausrichtung

26.09.2016 19:59

Aus für Chirurgie im LKH Voitsberg ist nun fix

Die Gerüchteküche brodelte seit langem, seit Montagabend ist es offiziell: Im Landeskrankenhaus Voitsberg wird es bald keine stationäre chirurgische Abteilung mehr geben. Der Schwerpunkt des Spitals liegt künftig auf Akutgeriatrie. Betont wird von den Verantwortlichen im Land und bei der KAGes, dass der Standort damit "mittel- bis langfristig" gesichert sei.

Als vor vier Jahren die Geburtenstation in Voitsberg geschlossen wurde, gingen die Emotionen hoch. Beim Thema Chirurgie schienen die Beteiligten - trotz anfänglicher Kampfparolen lokaler Bürgermeister - hingegen eine wesentlich konstruktivere Gesprächsbasis gefunden zu haben. "Es waren harte Debatten, es gab teils Missverständnisse. Nun haben wir aber gemeinsam eine Lösung gefunden", resümierte VP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler am Montag nach einer Bürgermeisterkonferenz.

Abteilung für Akutgeriatrie wird ausgebaut
Dabei wurde die Neuausrichtung des Spitals präsentiert: Mit 1. Jänner 2017 besteht ein Verbund mit dem LKH Deutschlandsberg. Dort ist künftig die Chirurgie konzentriert (allerdings ohne zusätzliche Patientenbetten). Am Standort Voitsberg wird eine chirurgische Ambulanz (7 bis 19 Uhr) eingerichtet. Unangetastet bleibt die interne Abteilung, jene für Akutgeriatrie und Remobilisation wird um 24 Betten, davon zwölf als Tagesklinik, ausgebaut. "Das ist ein großes Zukunftsthema", sprechen die Verantwortlichen der Spitalsgesellschaft KAGes unsere immer älter werdende Gesellschaft an.

"Unsere Kernforderungen sind erfüllt"
Von der Lokalpolitik gibt es Zustimmung für diese Pläne, "weil unsere beiden Kernforderungen erfüllt sind", wie Köflachs VP-Stadtchef Helmut Linhart betont: Die Notfallversorgung bleibt 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang aufrecht (verstärkt auch mittels Notarzthubschrauber), zudem ist der LKH-Standort auf Jahre gesichert. Ebenfalls neu: In Voitsberg wird - wie in Mariazell und Eisenerz - ein Telefonarzt installiert, der in der Nacht Erstauskünfte erteilt und weitere Schritte einleitet.

Personal soll durch die Neuausrichtung so gut wie keines abgebaut werden, laut KAGes-Planungen gibt’s künftig im Verbund sechs Dienststellen weniger (von aktuell etwa 500 Mitarbeitern).

"Verschwörungstheorien widerlegt"
Voitsbergs SP-Bürgermeister Ernst Meixner zeigte sich am Montag zufrieden: "Diese Lösung stabilisiert den Standort. Sämtliche Verschwörungstheorien sind widerlegt." Landesrat Drexler betonte, dass man nachjustieren werde, falls es bei der Umsetzung irgendwo hapere.

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