Sa, 15. Dezember 2018

Schlechtes Zeugnis

07.07.2016 10:08

Gitzen-Tunnel ist unzeitgemäß

Das dürfte der Landesregierung gar nicht gefallen: Jetzt ist ein brisantes Gutachten zum geplanten Gitzen-Tunnel in Bergheim aufgetaucht - Auszüge liegen der "Krone" vor. Darin äußert ein Experte massive Zweifel an dem Millionen-Bauprojekt.

Angefertigt hat das Gutachten ein anerkannter Professor der TU Wien. Sein Urteil ist wenig erbaulich für die nur noch überschaubare Zahl der Befürworter des umstrittenen Verkehrsprojektes (Kosten: 220 Millionen Euro) in Bergheim. So attestiert er den Plänen des Landes eine Verkehrslösung wie sie "im vergangenen Jahrhundert der Fall war" und bemängelt die einseitige Herangehensweise: So werde zum Beispiel gar nicht klar, warum der Tunnelbau überhaupt forciert wird. Nach gültiger Rechtssprechung muss nämlich nachgewiesen werden, dass es keine billigere und zweckmäßigere Alternative gibt - dazu findet sich aber nichts in den Plänen.

Auch gäbe es bislang keinerlei Untersuchungen, welche Auswirkungen ein möglicher Vollanschluss Hagenau auf den Verkehrsfluss hätte. Das ist brisant, denn Verkehrsexperten argumentieren immer wieder, dass diese Lösung besser und günstiger wäre. Der Gutachter befürchtet sogar, dass der geplante Tunnel das Verkehrsaufkommen künftig noch verstärken könnte! Besonders seine Schlussfolgerung lässt aufhorchen: "Es wird daher dringend empfohlen zukunftsverträgliche Lösungen für Bergheim und die B156 zu erarbeiten, die auch verfassungskonform, umwelt-, wirtschafts- und sozialverträglich sind" und attestiert damit dem Bauprojekt ein Versagen auf mehreren Ebenen.

Experte bestätigt Kritik der SPÖ vollumfänglich
Der SP-Verkehrssprecher LAbg. Gerd Brand sieht sich bestätigt: "Der unabhängige Experte kommt hier zu den gleichen Ergebnissen wie wir. Es wäre daher fahrlässig von der Landesregierung, weiteres Geld in die Planung des Tunnels zu stecken", so Brand zur "Krone".

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