Mo, 12. November 2018

Ende der Tierqual

17.03.2016 14:06

"SeaWorld" will Orca-Zuchtprogramm aufgeben

Tierschützer weltweit jubeln angesichts dieser Nachricht: Der internationale Druck zeigt Wirkung, denn die "SeaWorld"-Geschäftsführung gab nun bekannt, dass keine weiteren Orcas mehr in den Vergnügungsparks gezüchtet werden sollen. Die Haltung der Tiere in Gefangenschaft soll damit also auslaufen.

Es sei die veränderte Meinung der Besucher zum Thema Orcas in Gefangenschaft, die zu dieser Entwicklung geführt habe, gab der "SeaWorld Parks and Entertainment"-Präsident Joel Manby ganz offen zu. Während immer noch zahlreiche Besucher kommen würden, um die Wale in den Shows zu bewundern, sei eine steigende Zahl von Menschen, die sich gegen die Haltung der sensiblen Säugetiere in Vergnügungsparks aussprechen.

Zuchtprogramm und Shows werden eingestellt
"Wir sind stolz, dass wir zu einem besseren Verständnis eines der größten Meeressäuger beigetragen haben", brüstet sich Manby. "Aber jetzt müssen wir auf diesen Wertewandel reagieren, den wir mitkreiiert haben." Die "historische Veränderung": Noch heuer werden alle Orca-Zuchtprogramme des "SeaWorld"-Konzerns eingestellt, die Shows mit den Tieren sollen langsam auslaufen. Es wird also keine weitere Generation der Killerwale mehr in den Becken des Unternehmens geben. Das Auswildern des derzeitigen Bestandes sei aber keine Option, da die Tiere in der freien Wildnis nicht mehr überlebensfähig wären.

Gehaltene Orcas werden nicht freigelassen
Die Orcas in den Parks werden also ihr restliches Leben in den "SeaWorld"-Zentren verbringen. Zoos und Aquarien seien aber nicht die Feinde der gefährdeten Meeressäuger, so der Geschäftsmann, sondern Fischfang, Verschmutzung und durch den Menschen herbeigeführte Katastrophen. "SeaWorld" wolle sich daher gegen den kommerziellen Fang von Walen, Haien und Robben sowie die Verschmutzung der Meere einsetzen.

Doku "Blackfish" hatte großen Einfluss
Besonders die berührende Dokumentation "Blackfish" hatte Folgen für die Showindustrie: Der Film erzählt vom Schicksal eines Schwertwals namens "Tilikum", der seit 1983 in Gefangenschaft lebt und am Tod von drei Personen beteiligt war - Tausende Zuschauer zeigten sich erschüttert beim Anblick der Bilder. "SeaWorld" gingen Werbedeals verloren, die Besucherzahlen gingen langsam, aber stetig zurück. Für Meeresschutzaktivisten weltweit ist das angekündigte Ende der Orca-Haltung somit ein Durchbruch und eine sensationelle Nachricht.

Video: Der Trailer zu "Blackfish"

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