Di, 18. Dezember 2018

Sorgfalt nötig

22.12.2015 09:15

"Hitzeperiode" sorgt für erhöhte Brandgefahr!

Zu einem Brand im Pitztal kam es am Sonntag, nachdem ein 16-Jähriger einen Böller zündete und in den Wald warf. Aufgrund der Trockenheit herrscht derzeit erhöhte Brandgefahr. Auch zu Silvester sollte man heuer besonders vorsichtig sein.

Zu einem kuriosen Brandvorfall kam es am Sonntag im Skigebiet Hochzeiger in Pitztal: Ein 16-jähriger Einheimischer fuhr mit seinem gleichaltrigen Freund gegen 14.35 Uhr mit dem Sessellift "Panoramabahn" bergwärts. Plötzlich holte er einen "Schweizer Kracher" aus seiner Jackentasche hervor, zündete diesen an und warf ihn ohne zu zögern vom Lift aus auf den Waldboden.

Verheerende Folgen

Ein unüberlegter Jugendstreich, der nicht ohne Folgen blieb. Der Boden fing auf der Stelle Feuer, das sich unverzüglich auf rund 150 Quadratmeter ausbreitete. Beim Ausstieg meldeten die beiden Burschen - wohl doch vom schlechten Gewissen geplagt - den Vorfall. Insgesamt acht Bedienstete der Bergbahnen suchten die Stelle auf. Folglich gelang es ihnen, das Feuer einzudämmen und nach rund eineinhalb Stunden zu löschen. Verletzt wurde dabei niemand, die Höhe des Sachschadens ist nach wie vor unbekannt - laut Informationen der Polizei dürfte er allerdings gering ausfallen.

Wetterbedingungen ausschlaggebend

"Dass der Waldboden derart rasch zu brennen begann, verwundert mich im Moment nicht", bringt es Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl auf den Punkt. Das für die Jahreszeit mehr als untypische Wetter sei der Grund dafür. "Seit Monaten haben wir viel zu wenig Niederschlag, was uns natürlich sehr zu schaffen macht. Es ist trocken, selten ist der Boden gefroren und Raureif gibt es auch nahezu keinen. Dadurch haben wir derzeit durchaus eine erhöhte Wiesen- und Waldbrandgefahr", verdeutlicht Hölzl.

Sorgfalt zu Silvester ratsam

Eine Tatsache, die normalerweise in den heißen Sommermonaten auftritt. "Die Wettersituation hat sich verlagert. Und dessen müssen sich die Tiroler bewusst werden. Die aktuelle Lage ist gefährlich und bereits jede Kleinigkeit kann zu einer Katastrophe führen", mahnt Hölzl zur Vorsicht. Das gilt vor allem auch zu Silvester - Niederschlag ist nämlich nach wie vor nicht in Sicht. "Beim Zünden von Raketen muss man heuer ganz besonders aufpassen. Lieber die eine oder andere Rakete weglassen und dafür kein Risiko eingehen", weiß der Kommandant.

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