Mi, 15. August 2018

Durchzechte Nacht:

26.11.2015 16:42

41-Jähriger erfand Überfall

Als erfunden entpuppte sich die Aussage eines Grazers, dass er am 4. November in der Keplerstraße überfallen und beraubt worden wäre. Tatsächlich hatte der 41-Jährige in der Nacht zuvor zuviel Alkohol konsumiert und wäre deshalb viel zu spät zur Arbeit gekommen. Er brauchte eine Ausrede, um daheim zu bleiben.

Am 5. November zeigte der Angestellte an, dass er am Vortag gegen vier Uhr früh vor dem Haus Keplerstraße 102 von mehreren Männern überfallen worden wäre. Ein Täter hätte ihn derart fest am Hals erfasst, dass er bewusstlos wurde. Laut seinen Angaben kam er erst um 6.30 Uhr im Metahofpark auf einer Bank sitzend zu sich. Ihm fehlten der Reisepass, ein Kopfhörer sowie ein Handyladekabel samt Verlängerung. Der Grazer, der vor drei Jahren in der Griesgasse tatsächlich überfallen worden war (zwei Täter wurden damals gefasst und verurteilt), ließ beim Polizeiarzt bereitwillig seine vermeintlichen Würgemale fotografieren. "Aber es waren keine Spuren zu sehen", berichtet ein erhebender Beamter.

In Widersprüche verstrickt
Gegen die Grazer Raubgruppe hatte der 41-Jährige keine Chance. Er verwickelte sich in Widersprüche und musste schließlich zugeben, den Überfall erfunden zu haben. Laut seinen Angaben war er an jenem 4. November stockbetrunken, hätte aber bereits um sechs Uhr an seinem Arbeitsplatz sein sollen. Das schaffte er nicht, also brauchte er eine Ausrede für seinen Chef, um daheim bleiben zu können. Deshalb erfand er den Raub. Noch weiß das der Chef nicht, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis er es erfährt. Wie wird er darauf reagieren?

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