10.06.2015 19:24 |

Sturz in Schlucht

Frau starb durch Strohballen auf Straße

Nicht überlebt hat eine Pongauerin (44) ihren schweren Unfall auf der B 311 im Bereich zwischen Schwarzach-Lend. Weil ein Lastwagen seine Ladung an Strohballen verlor, verriss die Einheimische ihren Wagen und stürzte drei Meter in den Graben. Im Unfallkrankenhaus Schwarzach erlag sie den schweren Verletzungen.

Der Albtraum jedes Autofahrers geschah am Montagmittag einer Pongauerin in Schwarzach auf Höhe des Schönbergtunnels. Ein entgegenkommender Lastwagen beladen mit Strohballen verlor sein gesamtes Ladegut. Das Stroh fiel auf das Auto, die Frau konnte daraufhin nichts mehr sehen und ihr Wagen stürzte – nachdem er zwei Leitplanken durchbrochen und sich überschlagen hatte – kopfüber rund drei Meter im 90-Grad-Winkel hinab in den Spritzbach.

Die Feuerwehr Schwarzach rückte mit 24 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen an und auch die Kameraden aus St. Veit und Lend sowie Wasserrettung und Rotes Kreuz kamen, um die 44-Jährige zu retten. "In der Kolonne sahen wir einen Lkw mit Hiab (Anm. Ladekrane), den wir sofort zu uns herbei winkten. Damit haben wir den Pkw anhängen können, damit er stabil steht und wir sicher arbeiten konnten. Das war viel wert für die Eigensicherung", berichtet Ortsfeuerwehrkommandant Andreas Oberauner der "Krone".

Rettung nach drei Stunden
Die Rettungsaktion war in drei Stunden abgeschlossen. Insgesamt lagen fünf Kubikmeter Stroh auf der Straße verteilt. Leider kam für die Lenkerin jede Hilfe zu spät: "Sie hat den Unfall nicht überlebt", bestätigt der behandelnde Unfallchirurg, Dr. Florian Straßer, auf Anfrage der "Krone".

"Wir haben unser Möglichstes gegeben. Es war ein Großaufgebot an helfenden Händen. Im Rettungsauto hat die Frau noch gelebt", bedauert Oberauner.

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