Do, 16. August 2018

Schau in Graz

16.04.2015 16:43

Ozeane werden zur Plastiksuppe

Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik zählt zu den drängendsten ökologischen Problemen der Gegenwart. Die Wanderausstellung "Endstation Meer?", die ab sofort im Grazer Naturkundemuseum zu sehen ist, beschäftigt sich mit dieser heiklen Thematik.

"Der Besuch der Ausstellung kann zu inneren Konflikten führen", so Projektkoordinator Bernd Moser vom Universalmuseum Joanneum. Und damit hat er sicherlich recht. Die Schau wirft einen kritischen Blick auf unsere Wegwerfgesellschaft. 6,4 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen pro Jahr in die Ozeane. 70 Prozent davon sinken auf den Meeresboden, wo er sich bis zu 450 Jahren hält.

Verheerende Auswirkungen auf Umwelt
"Das Meer verwandelt sich zunehmend in eine Plastiksuppe", so Kuratorin Angeli Sachs vom Museum für Gestaltung Zürich. Und diese Unmengen an Plastikmüll bringt sie auch in die Ausstellungsräume. Man sieht Reifen, Schuhe und Zahnbürsten, die vor den Küsten von Hawaii und Sylt gesammelt wurden. Auf verheerende Weise wirkt sich die Verschmutzung auf die Umwelt aus: Eine Fotostrecke porträtiert etwa Vögel, die mit vollem Magen verhungern, weil sie das gefressene Plastik nicht verdauen können. Sehr sehenswert ist auch ein Video, das den Weg eines Plastiksackerls ins Meer dokumentiert.

Starke Bilder
Indem Sachs die Problematik in starke Bilder packt, motiviert sie die Besucher zu einem sparsamen Umgang mit Plastik. 270.000 Besucher haben die international erfolgreiche Schau schon gesehen, in Graz kann man sie bis 23. August besuchen.

Infos zur Ausstellung finden Sie hier

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