Gefährlicher Trend

Geparden als Haustiere im Nahen Osten sehr begehrt

Tierecke
15.07.2014 10:56
Im Nahen Osten hat man eine Vorliebe für exotische "Haustiere" entwickelt, die eine ohnehin schon gefährdete Art noch näher ans Aussterben bringt: Geparden, von denen in freier Wildbahn nicht einmal mehr 10.000 Exemplare leben, müssen in den Golfstaaten an der Leine laufen und in Luxusautos mitfahren. Der illegale Handel mit den edlen Großkatzen boomt.

Wie der Guardian berichtet, sind Geparden nicht nur durch die Vernichtung ihres natürlichen Lebensraumes stark bedroht, sondern auch durch illegalen Handel. Denn die Großkatzen gelten als leicht zähmbar und sind im Nahen Osten als "Luxus-Haustier" sehr begehrt. Sie werden zu Hunderten aus Afrika in die Golfstaaten geschmuggelt, um dort ein trauriges Leben als Statussymbol zu fristen.

Geparden sterben oft schon beim Transport qualvoll
Da sich Geparden in Gefangenschaft kaum fortpflanzen, sind die Tierhändler auf Wildfänge aus Afrika angewiesen. Per Boot werden die Tiere dann von Somalia in den Jemen gebracht, von dort aus weiter in die Golfstaaten, darunter Saudi Arabien. Bis zu zwei Drittel der geschmuggelten Vierbeiner sterben auf dem Weg qualvoll.

Regierungen wollen Problem gemeinsam lösen
Die weltweit größte Population der Geparden - etwa 6.200 Tiere - lebt in Südafrika. Dort boomt das sogenannte "Trophy Hunting" nach wie vor - Zahlungswillige dürfen für 7.000 bis 15.000 Euro einen Geparden schießen. Experten warnen schon lange vor den laschen gesetzlichen Regelungen und den Folgen für die bedrohten Großkatzen. Die Regierung Südafrikas will nun mit mehreren Ländern des Nahen Ostens zusammenarbeiten, um dem Problem des illegalen Geparden-Handels Herr zu werden.

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