Kritik am Gesetz

FPÖ: "Schluss mit Rasselisten in Wien, NÖ und Vorarlberg!"

FPÖ-Tierschutzsprecher Bernhard Vock fordert einmal mehr die Abschaffung der Rasselisten in Österreich und beruft sich dabei auf die aktuelle Hundebissstatistik aus Berlin. Diese zeige, dass die gelisteten sogenannten "Kampfhunde" keineswegs für die meisten Bisse verantwortlich sind. Vock kritisiert zudem die negativen Auswirkungen des Wiener Hundegesetzes.

Vock verweist in einer aktuellen Aussendung auf die Veröffentlichung der aktuellen Hundebissstatisik in Berlin. Diese zeige auf, dass die Hundebisse dort rückläufig sind. "Dabei fällt auf, dass die als 'Kampfhund' gelisteten Hunderassen nicht zu den Spitzenreitern zählen", so Tierschutzsprecher Vock. Er sieht Parallelen zur Statistik in Niederösterreich, wo man "ähnliche Erfahrungen" gemacht habe.

"Hundebisse nicht rasseabhängig"
"Obwohl in Wien die Hundebisse durch Listenhunde nicht erfasst werden, hält die Stadt Wien an der bestehenden Regelung fest. Fairerweise sollte die Wiener Polizei endlich eine genaue Bissstatistik führen, damit man objektiv feststellen kann, dass ein Hundebiss nicht von einer bestimmten Rasse abhängig ist", so Vock weiter.

Vock: Wiener Hundegesetz hatte negative Folgen
Der Politiker verortet vor allem in Wien negative Folgeerscheinungen des Hundegesetzes: Die Stimmung zwischen Hundebesitzern und Nichthundebesitzern habe sich deutlich verschlechtert, die Situation werde durch unnötige Bestimmungen verschärft. Auch das Wiener Tierschutzhaus leide unter der Zunahme von Listenhunden, die für die Weitergabe nicht mehr vermittelbar sind.

"Problem liegt am anderen Ende der Leine"
"Wir Freiheitlichen sagen Ja zu Hundeführschein und Ja zum Besuch von Hundeschulen. Denn meist ist nicht der Hund das Problem, sondern der ungeschulte Halter. Anders ausgedrückt - das Problem liegt am anderen Ende der Leine", so Vock.

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Samstag, 27. Februar 2021
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