Körpersprache lesen

So klappt die Kommunikation mit dem Hund

Tierecke
01.03.2013 14:43
Im Zusammenleben ist es wichtig, die Sprache des anderen zu verstehen. Besonders die Sprache von Hunden ist jedoch enorm komplex und füllt Bücher und Filme. "Niemand lernt dabei aus und gerade deshalb ist es für Hundehalter sehr wichtig, ihre Vierbeiner zu beobachten", informiert der "Verein Pfotenhilfe" in einer Aussendung. Der Verein hat das "Basisvokabular" der Hunde zusammengefasst, um Hundebesitzern die Deutung ihrer Lieblinge zu erleichtern.

Hunde kommunizieren vorrangig über ihre Körpersprache. Gerade
deshalb, weil sie jede kleinste Bewegung registrieren und einordnen,
können sie auch uns Menschen so gut verstehen. Wörter oder Laute
spielen für sie eine der Körpersprache untergeordnete Rolle. Das ist der Grund, weshalb die meisten Hunde zuerst das Sichtzeichen lernen und das Wort gar nicht mit dem Signal verknüpfen.

Körperhaltung verrät Vieles
"Die Körperhaltung des Hundes gibt Aufschluss darüber, wie er sich
fühlt. Ist er unsicher oder ängstlich, versucht er, sich klein zu
machen. Seine Ohren werden angelegt, die Rute wird leicht angezogen oder sogar unter den Bauch geklemmt, das Gewicht nach hinten verlagert, um eine schnelle Flucht zu ermöglichen." erklärt Sonja Weinand, Sprecherin des "Verein Pfotenhilfe".

Ein Hund, der droht, macht sich groß. Er streckt seine Beine
durch, seine Ohren werden nach vorne gerichtet. Das Körpergewicht
wird nach vorne verlagert, um einen Angriff zu ermöglichen. Die
Muskeln sind angespannt, der Blick fixiert das Objekt. Auch die Rute
ist aufgerichtet und zeigt steil nach oben oder Richtung Kopf. Der
Mund ist geschlossen oder der Hund fletscht die Zähne.

Beschwichtigungssignale lesen lernen
Weil Hunde Auseinandersetzungen vermeiden wollen, gibt es eine
Reihe von Beschwichtigungssignalen. "Diese sollen das Gegenüber gut stimmen und signalisieren, dass man ihm nichts Böses möchte. Diese Signale zeigen sowohl entspannte Hunde aus Höflichkeit bei einer Begegnung mit einem fremden Hund als auch, um ängstliche Hunde zu entspannen", so Weinand.

Hunde zeigen diese Signale aber auch, um das Gegenüber darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich unsicher fühlen und keinen Konflikt wollen und bitten damit, mehr Abstand zu halten. Häufige Beschwichtigungssignale sind das Abwenden des Blickes, einen Bogen zu gehen, am Boden zu schnüffeln oder sich ganz abzuwenden. Ein Hund, der diese Signale dem Menschen gegenüber zeigt, will ihn gut stimmen. 

Schwanzwedeln muss nicht aus Freude geschehen
Aufregung kann sich durch sehr viele Zeichen äußern. Besonders das
Wedeln wird hier oft fälschlich als Freude eingestuft. Wedeln bedeutet lediglich, dass der Hund aufgeregt ist. Dies kann eine
freudige Erregung sein, weil seine Bezugsperson nach Hause kommt,
kann aber ebenso eine unerfreuliche Erregung sein, weil sich
beispielsweise der vierbeinige Erzfeind nähert. Nicht selten sind die
Leute dann überrascht, wenn der zuvor noch wedelnde Hund plötzlich unfreundlich reagiert. Hier muss immer die gesamte Körperhaltung angesehen werden. Andere Zeichen von Aufregung oder Nervosität können Bellen, Winseln oder Jaulen und verstärktes Hecheln sein. 

"Hund wird sich verstanden fühlen"
Ein gelassener Hund entspannt seine Muskeln, er steht gerade, die
Ohren sind aufmerksam aufgestellt oder hängen gerade hinunter. Die
Rute hängt locker. Wenn der Hund ein entspanntes Leben führt, wird er meist eine gelassene, neutrale Körperhaltung, aber auch immer wieder freudige Erregung oder Spielaufforderung und höfliche
Beschwichtigungssignale zeigen. "Wenn Sie auf die Körperhaltung
achten, wird Ihr Hund sich verstanden fühlen und sich sozial und
freundlich zeigen", so Weinand abschließend.

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Tierecke
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