Der Schock über den Zwangsabstieg sitzt bei DSV Leoben eine Woche nach der Hiobsbotschaft noch tief. Jetzt gilt es eine schlagkräftige Mannschaft für die Regionalliga aufzustellen. Auf Thomas Janeschitz wartet viel Arbeit, denn kaum ein Spieler hat auch einen für die dritte Leistungsklasse gültigen Vertrag.
Zwei namhafte Spieler konnte der neue Sportchef der Donawitzern schon verlängern: Kapitän Nico Pichler hat seinen Vertrag unter den Hochöfen ebenso verlängert wie Stürmer Kevin Friesenbichler. „Wir werden mit allen Spielern Gespräche führen. Ich muss es der Mannschaft hoch anrechnen, denn alle sind gesprächsbereit“, sagt Janeschitz, der nach vorne blickt: „Wir müssen die Situation annehmen, wie sie ist. Ich bin da, um die Zukunft zu planen“, sagt der 57-Jährige.
Schon fix: Kingsley Michael, Moritz Heinrich und Cheikhou Dieng sind in der Regionalliga kein Thema mehr. Auch Winnie Amoah wird die Obersteirer nach einem Jahr verlassen. Der 23-jährige Stürmer hat dem Klub seinen Abschied bereits mitgeteilt. Von Bord gehen wird wohl auch Florian Wiegele. „Er hat eine sehr gute Saison gespielt, ist jetzt bereit für den nächsten Schritt“, sagt Wiegeles Berater Manuel Weber.
DSV hat das letzte Wort
An Angeboten mangelt es jedenfalls nicht. Der 23-jährige Tormann, den auch schon Klubs aus Englands zweiter Liga im Frühjahr beobachtet haben, hat die Qual der Wahl. „Wir führen mit mehreren Vereinen Gespräche, sowohl aus Österreich als auch dem Ausland. Wichtig ist, dass er spielt, die Perspektive passt“, betont der ehemalige Sturm-Profi. Das letzte Wort hat DSV, wo der Tormann-Riese noch bis 2026 unter Vertrag steht.
Wiegele wird nicht zu halten sein, Deni Alar hingegen schon. Der Goalgetter, der sich gleichauf mit Dario Tadic zum Schützenkönig in der 2. Liga geballert hat, soll weiterhin die DSV-Dress tragen. Die Mission 2028, sprich das Bundesliga-Comeback, bekam zwar einen Dämpfer, doch die Donawitzer wollen den Traum weiterhin realisieren. „Wir versuchen einen starken Kader hinzubringen. Der sofortige Wiederaufstieg ist unser Ziel“, erklärt Janeschitz.
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