Mo, 16. Juli 2018

Maggies Kolumne

04.05.2012 15:45

(K)eine Frage des guten Geschmacks

Würden jene Menschen, welche Gänsestopfleber essen, sehen, wie sie hergestellt wird – dann würde ihnen der vermeintliche Leckerbissen im Hals stecken bleiben (oder gar den Weg zurück finden...)!

Das Leid der Enten oder Gänse beginnt im Alter von acht Wochen. Täglich wird den Tieren eine gewaltige Menge Futter verabreicht. Da die Vögel solche Massen niemals freiwillig fressen würden, werden ihnen diese in den Magen gepumpt. Um Zeit zu sparen, wird dies per Pressluft durchgeführt. Gans her – Rohr rein - und los geht's!

Geplatzte Mägen, sind die Folgen dieser brutalen Zwangsernährung. Innerhalb kürzester Zeit wächst die Leber auf ein vielfaches der normalen Größe an. Dann wird das Tier geschlachtet – und ihr völlig verfettetes Organ als Delikatesse verkauft. Medizinisch gesehen handelt es sich dabei um ein krankhaft verändertes Organ eines gezielt krank gemachten Tieres, welches nach den Hygienevorschriften nicht zum menschlichen Verzehr angeboten werden dürfte...

Die Produktion von Gänsestopfleber ist in Österreich verboten. Und immer mehr Länder ziehen nach. Frankreich hat leider einen Weg gefunden, um den Bestrebungen der "lästigen" Tierschützer, Gänsestopfleber zu verbieten, einen Riegel vorzuschieben: "Foie gras" wurde zum nationalen Kulturerbe erklärt und fällt deshalb nicht mehr unter die Bestimmungen des Tierschutzes! Stopfleber erfreut sich großer Beliebtheit, und ein Engländer macht sich dies zunutze. Er baut in China die weltweit größte "Foie gras"-Anlage, auf der 100 Millionen Gänse gestopft werden sollen.

In der Infobox findest du ein Video und Infos der "Vier Pfoten" zum Thema Stopfleber – wer danach noch dazu greift, dem ist nicht zu helfen!

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