Auch heuer genießen wieder viele Steirer den Winter mit einer Skitour auf den heimischen Bergen. Naturschützer rufen zu mehr Vorsicht auf Flora und Fauna auf.
Die scharfen Kanten der Ski sind „tödlich“ für junge Bäume, und wer sich im Lebensraum von Schnee-, Birk- oder Auerhühnern bewegt, kann den Tieren nachhaltigen Schaden zufügen. Etwa im Nationalpark Gesäuse, erklärt Andreas Hollinger: „Diese Hühner lassen sich einfach einschneien. Wenn dann ein Skifahrer daherkommt, flattern sie im letzten Moment auf. Das ist dann ein riesiger Stress für sie.“
Dort, wo die Hühner leben, versucht man deswegen die Skitourengeher zu lenken, mit Schildern, aber auch durch Ranger. „Sie spuren in der Früh die Touren, die andere dann nachgehen.“
Prinzipiell halten sich so gut wie alle Wintersportler an die Vorgaben und gehen nur dort, wo sie keine Wildtiere stören. „Schwarze Schafe gibt es allerdings immer“, sagt Hollinger.
90 Prozent halten sich an Vorgaben
Im Naturpark Mürzer Oberland, wo an guten Tagen bis zu 150 Autos von Tourengehern am Parkplatz des Preiner Gscheid parken, hat man ein Leitsystem etabliert, um junge Bäume zu schützen. Das Leitsystem wird jede Saison angepasst und verbessert. „Insgesamt waren wir positiv überrascht, 90 Prozent der Leute halten sich an das System“, sagt Sprecher Andreas Steininger.
„Regeln dienen auch der eigenen Sicherheit“
Um die wenigen, die sich nicht an die Vorgaben halten, auch noch zu überzeugen, rufen die Bundesforste nun zu mehr Rücksicht auf. Wildtiere können die kalte Jahreszeit nur gut überstehen, wenn sie nicht gestört werden.
„Das Einhalten gewisser Spielregeln dient dabei sowohl dem Schutz der Natur und der dort lebenden Tiere als auch der eigenen Sicherheit“, sagt Andreas Gruber, Vorstand der Österreichischen Bundesforste.
Diese Tipps sollte man beachten, um nicht in Konflikt mit der Natur zu kommen:
Mit mehr Rücksicht steht einer schönen Skitour nichts im Weg.
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