In keiner Zeit im Jahr sind Kerzen so beliebt wie in den Wochen vor Heiligabend. Doch die Gefahr durch offene Flammen wird häufig unterschätzt. Die Feuerwehr klärt nun auf.
Am Sonntag wird die zweite Kerze am Adventkranz angezündet. In den meisten Haushalten sind die schön geschmückten Gebinde ein fixer Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Doch von den kleinen Flammen kann ein großes Risiko ausgehen. Vielen Menschen ist dieses jedoch nicht bewusst, wie die zahlreichen Einsätze der Feuerwehren zwischen Enns und Leitha jedes Jahr aufs Neue zeigen.
„Die entstehenden Temperaturen von Kerzen werden oftmals unterschätzt. Sie entwickeln außerhalb der gelb leuchtenden Flamme nicht weniger als 600 bis 800 Grad“, weiß Brandschutz-Experte Stefan Schaub vom Abschnittsfeuerwehrkommando Amstetten. Daher kann die Strahlungswärme bereits im Abstand von einigen Zentimetern Vorhänge, Gestecke, Servietten oder Tischdecken entzünden. „Brennende Kerzen dürfen daher niemals unbeaufsichtigt gelassen werden“, betont Schaub.
„... dann keinesfalls mehr anzünden“
Ähnlich wie beim Christbaum erhöht sich die Gefahr eines Brandes, wenn die Zweige des Kranzes bereits dürrer geworden sind. „Man sollte daher unbedingt auf das Nadeln achten“, empfiehlt der Floriani. Denn trockene Äste brennen wie Zunder, der Abbrand erfolgt mit rasanter Geschwindigkeit. „Zu diesem Zeitpunkt sollten keinesfalls mehr Kerzen angezündet werden“, so Schaub. Zumal die Kerzen dann selbst auch schon häufig weit abgebrannt sind.
Um das Risiko einer vorweihnachtlichen Katastrophe zu minimieren, empfiehlt der erfahrene Feuerwehrmann die Installation von Rauchwarnmeldern: „Die kleinen, günstigen Lebensretter geben rechtzeitig Alarm. Und die jeweiligen Feuerwehrkommandanten vor Ort geben gerne Infos.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.