Unternehmen des Monats

CSI Lebring: Steirer ist Schadstoffen auf der Spur

Steiermark
30.10.2023 14:30

CSI Lebring: Im südsteirischen Institut Wagner werden heimische Lebensmittel auf Herz und Nieren geprüft. Dafür gab es nun die Auszeichnung als „Unternehmen des Monats“.

Ein Apfel ist für Franz Siegfried Wagner nicht nur frisch, saftig, steirisch - er ist für den Biochemiker auch ein Produkt, aus dem er und sein zehnköpfiges Team über 700 Substanzen gewinnen und untersuchen können. Um am Ende festzustellen, ob der Apfel den im Handel oder im Export geforderten Qualitätskriterien entspricht.

„Wir sind wie ein TÜV für Lebensmittel. Wenn’s passt, gibt es ein Pickerl“, beschreibt Wagner die Tätigkeit seines Prüflabors. „Wir sind aber kein Amt“, betont er, man arbeite im Auftrag von Kunden aus ganz Österreich und auch Slowenien. Dazu zählen etwa die AMA (im Bereich Obst, Gemüse und Erdäpfeln), die Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl, aber auch kleinere Landwirte aus der Region.

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Wir sind wie ein TÜV für Lebensmittel. Wenn’s passt, gibt es ein Pickerl.

Franz Siegfried Wagner

Eltern waren bäuerliche Pioniere
Wagner schlägt mit seiner vor mehr als 20 Jahren gegründeten Firma auch einen Brückenschlag zu seinen Ursprüngen, stiegen doch seine Eltern früh in die bäuerliche Direktvermarktung ein und waren auf Grazer Märkten zu finden. „Diese regionale Erdung ist mir wichtig. Wir unterstützen die Betriebe, bieten auch Schulungen an.“

Damit heben sich die Südsteirer ab. Denn als kleines privatwirtschaftliches Institut sind sie in Österreich fast schon Einzelkämpfer. Der Markt ist fast zur Gänze in der Hand von großen deutschen Konsortien.

Neuer Standort ist „gläserne Fabrik“
Erst vor wenigen Wochen zog die Firma in den neuen Standort in Lebring. Das Besondere ist nicht nur die Top-Ausstattung (Wagner: „das modernste Spurenanalytik-Labor“), sondern auch das Konzept der „gläsernen Fabrik“. Besuchergruppen können den Lebensmittel-Forensikern über die Schultern schauen. „Mit einem Labor assoziiert man sonst immer irgendwie ein Hinterzimmer. Wir wollen offen kommunizieren.“

Eine Lebensmittelprüfung dauert einige Tage, sie ist sehr aufwändig. „Es ist ein Unterschied, ob man Selchwürstel, Äpfel, Wein oder Kernöl untersucht. Wir haben für jedes Produkt ein eigenes Verfahren.“

Den Schadstoffen auf der Spur
Alles läuft digital ab. Im Hintergrund gibt es auch eine riesige Datenbank, in der pro Produkt 5000 bis 10.000 Substanzen gespeichert sind. „Foodprofiling“ nennt sich das in der Fachsprache. Quasi ein Fingerabdruck für Lebensmittel. Man könnte auch sagen: CSI Lebring - den Schadstoffen auf der Spur.

Die SFG stellt monatlich drei Kandidaten für das Unternehmen des Monats zur Wahl. Diese stellen sich in einem Video vor. Auf unternehmen-des-monats.at kann dann jeder abstimmen.

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