Zwei deutsche Jugendliche (18, 19) wollten laut der Polizei mit einer Betrugsmasche einen Pensionisten um sein Geld bringen. Letztlich konnte den beiden mutmaßlichen Betrügern eine Falle gestellt werden: Sie konnten festgenommen werden.
Eine unbekannte Frau hatte am Donnerstagabend einen Großarler (71) angerufen: Beim Telefonat gab sie sich als Kriminalbeamtin aus und bat in einem vermeintlichen Kriminalfall um die Mithilfe des Seniors. Sie forderte ihn dabei auf, so viel Bargeld wie möglich abzuheben und die Geldscheine zu Hause aufzubewahren. Gesagt, getan. Danach verlangte die Frau vom Pongauer, die Seriennummern der Geldscheine telefonisch durchzugeben. Dabei teilte sie ihm mit, dass es sich um Falschgeld handle. Dieses werde später abgeholt und sichergestellt. Zusatz beim Telefonat: Er dürfe niemandem von dem Gespräch erzählen.
Was die Betrüger da nicht wussten: Der Sohn des 71-Jährigen hatte von der Sache erfahren und dies einem Freund erzählt. Dieser wiederum hegte Zweifel und schaltete einen Tag später, am Freitag, die Polizei ein: Die Beamten der Polizeiinspektion St. Johann setzten sich mit dem 71-Jährigen zusammen und wiesen ihn an, die Telefongespräche mit den Betrügern weiterzuführen, auch im Hinblick auf ein Treffen. Beim Übergabetermin positionierten sich sieben Polizeistreifen an strategisch günstigen Stellen. Als die zwei „falschen Polizisten“ mit einem Auto zum Wohnhaus des 71-Jährigen fuhren und dort stehen blieben, kam es zum Zugriff: Der 19-Jährige wurde direkt vor dem Haus festgenommen, der 18-Jährige noch im Auto. Der Pkw und die Mobiltelefone der mutmaßlichen Kriminellen wurde sichergestellt. Die Ermittlungen laufen.
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