Der erste Überfall ereignete sich laut Exekutive am 5. Jänner und dauerte nur eine halbe Minute. Ein Maskierter erschien kurz vor Geschäftsschluss in der Bank und bedrohte die Kassierin mit einer Pistole. Er forderte Geld, verstaute die Beute in seinem Rucksack und verschwand sofort wieder. Doch aufgrund der Fotos aus der Überwachungskamera gelang es, den Täter am nächsten Tag ausfindig zu machen. Er wurde in seiner Wohnung von Einsatzkräften der Cobra festgenommen, der Großteil der Beute wurde sichergestellt.
Einvernahme wegen Schockzustandes nicht möglich
Genau drei Wochen später kam es für die 24-jährige Bankangestellte nun zum nächsten Horrorerlebnis: Als sie am frühen Dienstagabend das Geldinstitut verlassen wollte, packte sie ein maskierter Mann, bedrohte sie mit einer Waffe und verlangte Geld. Die Frau gab ihm eine Banktasche, der Unbekannte verschwand. Die Frau erlitt bei dem Überfall einen schweren Schock, sie konnte zunächst nicht einvernommen werden.
Die Fahndung nach dem Täter verlief vorerst ohne Erfolg. Seitens des Landeskriminalamtes wurden Befragungen durchgeführt, Ergebnisse gab es zunächst aber keine.
"Möglichst schnelle Stabilisierung"
"Es ist wichtig, dass es in so einem Fall zu keiner traumatischen Belastung kommt", erklärte Edwin Benko vom steirischen Kriseninterventionsteam, das sich um die Frau kümmert. Im Vordergrund steht die "möglichst schnelle Stabilisierung", was am besten durch eine sofortige Betreuung gewährleistet ist. Üblicherweise verständigt bereits die Polizei das Kriseninterventionsteam, wobei sich der Einsatz in vielen Fällen "auf ein paar Stunden" beschränkt, so Benko.
Bei Überfallopfern wie der jungen Kassierin kümmert man sich vor allem darum, dass die Person in der Nacht nicht allein ist, sondern von der Familie oder Freunden betreut wird. Außerdem wird den Betroffenen aufgezeigt, welche Hilfsmöglichkeiten wie beispielsweise Therapie es für sie darüber hinaus noch gibt.
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