Der Streit um eine in der Südsteiermark geplante Biogas-Anlage spitzt sich zu: Weil Einsprüche eine Inbetriebnahme verhindern, drohen die Projektverantwortlichen nun mit einer Schadenersatzklage. Im Visier: die Grünen.
Die geplante Biogasanlage in Straß (aus den Abwässern von fünf Gemeinden will man Biogas gewinnen) bleibt ein Zankapfel: Obwohl das Land vor wenigen Wochen eine abfallrechtliche Genehmigung für den Bau erteilt hat, legen Einsprüche von zwei grünen Gemeinderäten und des Naturschutzbundes das Öko-Projekt weiter auf Eis. Der Obmann des Abwasserverbandes, der Straßer ÖVP-Bürgermeister Reinhold Höflechner, ortet ein „parteipolitisches Geplänkel“ und einen „Polit-Skandal“: „Die Verzögerung der Inbetriebnahme bringt auch einen finanziellen Schaden mit sich.“ Man habe bereits Lieferverträge mit der Energie Steiermark geschlossen.
Grünen-Ministerin Gewessler sucht krampfhaft nach Quellen einer unabhängigen Gasproduktion in Österreich - und bei uns könnte ein Vorzeigeprojekt in Betrieb gehen!
Bürgermeister Reinhold Höflechner (ÖVP)
Nun lassen die fünf beteiligten Gemeinden eine Schadenersatzklage prüfen, wie Johannes Zweytick, Bürgermeister von Ehrenhausen (ÖVP), bestätigt. Die Grünen weisen die Vorwürfe zurück, nun entscheidet das Landesverwaltungsgericht über eine Inbetriebnahme.
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