In Seekirchen will ein Verein eine spezielle Wohngemeinschaft gründen. Doch der Bauträger winkt ab: „Die Wünsche sind nicht realistisch.“
Sie hatten es sich schön vorgestellt: Zwölf Mietwohnungen für ausgewählte Senioren in einem bestimmten Haus in der geplanten Wohnsiedlung neben der Bezirkshauptmannschaft.
Doch dort in Seekirchen werden die Mitglieder des Vereins „Senioren+ Wohngemeinschaft Seekirchen“ nun wohl doch keine WG gründen.
Senioren wollten größere Wohnungen
Vorstandsmitglied Monika Sauer sagt dazu verärgert: „Wir wollten etwas gegen die Einsamkeit im Alter tun. Aber die Heimat Österreich hat uns jetzt auf einmal abgesagt.“ Der Salzburger Bauträger und die Stadt Seekirchen hätten den Verein nie als Partner gesehen und außerdem nur sehr kleine Wohnungen angeboten.
„Eine Zweizimmerwohnung für eine Person hat heute nur rund 45 Quadratmeter. Das sehen die Förderrichtlinien vor“, sagt zur Wohnungsgröße Heimat Österreich-Direktor Stephan Gröger. Mehrere Wünsche des Vereins seien nicht realistisch, etwa ein eigenes Stiegenhaus und ein eigener Lift.
Diese beiden Wünsche streitet der Verein auf „Krone“-Anfrage ab. Die zwölf Wohnungen möchte er aber tatsächlich selbst vergeben: Die Bewerber müssten zwar nicht wie in der vergleichbaren WG in Salzburg-Itzling christlich sein.
Wir würden gerne die Grundeinstellung der Bewerber zwei Jahre lang prüfen.
Monika Sauer, Verein „Senioren+ Wohngemeinschaft Seekirchen“
„Bewerben könnten sich auch Moslems oder aus der Kirche ausgetretene Menschen. Aber wir wollen die Grundeinstellung zwei Jahre lang prüfen“, sagt Monika Sauer. So sehe man, ob die Bewerber zueinander passen und füreinander da sein wollen.
Stadt Seekirchen wird Mietwohnungen selbst vergeben
Doch das Vergaberecht liegt laut den Verträgen bei der Stadt Seekirchen.








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