Reanimations

Tiroler Bergretter an UEFA-Projekt beteiligt

Tirol
18.06.2023 07:00

Große Ehre für die heimische Bergrettung: Sie durfte in dieser Woche das U-21-Fußball-Nationalteam der Schweiz im Zillertal in Wiederbelebung schulen. Dafür werden die Bergretter in einem UEFA-Film präsentiert.

Rückblick: Bei der EM 2021 brach der dänische Nationalspieler Christian Eriksen während einer Partie mit Herzstillstand zusammen. Betreuer konnten ihn wiederbeleben. Diesen dramatischen Zwischenfall nahm der europäische Fußballverband UEFA für eine Kooperation mit der Europäischen Gesellschaft für Wiederbelebung (ERC) zum Anlass. Alle Nationalteams müssen künftig vor einer Großveranstaltung eine Basisschulung in Reanimation absolvieren.

Eigenes ERC-Kurzsrettungszentrum
Und hier kommt die Tiroler Bergrettung ins Spiel, die über 20 Instruktoren in Wiederbelebung und somit über ein ERC-Kursrettungszentrum verfügt.

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Wir haben Laienreanimation geschult. Ziel war es, dass die Spieler im Notfall selbst einen Kollegen retten können.

Sepp Burger, Landesarzt Bergrettung Tirol

Der Instruktor aus den Reihen der Bergrettung zeigte vor der Schweizer Abordnung an einer Puppe vor, wie man wiederbelebt. (Bild: Bergrettung Tirol)
Der Instruktor aus den Reihen der Bergrettung zeigte vor der Schweizer Abordnung an einer Puppe vor, wie man wiederbelebt.

Schweizer trainierten in Zell
„Der österreichische Rat für Wiederbelebung, der zum ERC gehört, trat an uns heran“, schildert Sepp Burger, Landesarzt der Tiroler Bergrettung. „Wir wurden gebeten, für die Schweizer U-21-Nationalmannschaft, die in dieser Woche auf Trainingslager in Zell am Ziller für die EM weilte, diese Basisschulung zu übernehmen.“ „Wir haben natürlich gleich zugesagt“, erinnert sich Gregor Franke, Leiter des ERC-Kurszentrums.

Christian Eriksen kurz nach seiner Wiederbelebung am 12. Juni 2021 in Kopenhagen. (Bild: FRIEDEMANN VOGEL)
Christian Eriksen kurz nach seiner Wiederbelebung am 12. Juni 2021 in Kopenhagen.

Ehrgeiz wuchs ständig
Neun Instruktoren nahmen den rund 40-köpfigen Schweizer Tross unter ihre Fittiche – vom Zeugwart über das Trainerteam bis zu den Kickern. „Wir haben in Kleingruppen gearbeitet“, erzählt Burger. „Die Schweizer mussten an Puppen die Herzdruckmassage lernen und üben“. Am Anfang habe sich die Begeisterung der eidgenössischen Jungstars, die zum Teil schon in der deutschen Bundesliga auflaufen, noch eher in Grenzen gehalten. Interesse und Ehrgeiz seien jedoch ständig gewachsen. „Begeistert waren sie schließlich von unserem Abschlussspiel. Drei Gruppen mussten reanimieren, die Puppen gaben Feedback. Da kamen Teamgeist und Wettkampfdenken zum Vorschein“, schmunzelt Burger.

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Auch alle Tiroler Bergrettungsanwärter bekommen künftig einen Ausbildungskurs in Reanimation, er dauert vier Stunden.

Gregor Franke, Leiter ERC-Zentrum Bergrettung Tirol

Bergrettung via Film in EM-Stadion
Die Tiroler Bergretter unterrichteten unentgeltlich. Dafür werden sie Teil eines Werbefilms sein, der 2024 in Deutschland in den EM-Stadien in den Halbzeitpausen läuft. Zigtausende Zuschauer sehen dann, was Tirols Bergrettung leistet.

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