Über vier Millionen Fahrgäste fuhren 2022 mit der Zillertal- und Stubaitalbahn. Dabei konnten sogar die Ergebnisse vor der Pandemie übertroffen werden. Experten wollen den Trend für ein verbessertes Angebot nutzen.
Sowohl im Zillertal als auch im Stubaital dürfen sich die Betreiber über großes Interesse an ihren Regionalbahnen freuen. Wie eine Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigt, legten beide im Vorjahr im Vergleich zu 2021 kräftig zu. Während die Stubaitalbahn 1,44 Mio. Fahrgäste begrüßen durfte und dabei um 9000 zulegte, stiegen bei der Zillertalbahn 2,9 Mio. Gäste ein – das bedeutet ein sattes Plus von 539.000. Damit liegt man bei beiden über dem Vor-Pandemie-Jahr 2019. „Da im Vorjahr Pendel- und Freizeitverkehr teilweise noch durch die Pandemie gebremst wurden, wird erwartet, dass in diesem Jahr erstmals mehr als drei Millionen Fahrgäste mit der Zillertalbahn fahren werden“, erklärt der VCÖ.
Für Pendlerinnen und Pendler bringt der Umstieg vom Auto auf die Bahn mehr Verkehrssicherheit und mit dem Klimaticket auch eine starke Kostenersparnis.
VCÖ-Experte Michael Schwendinger
Trend für verbessertes Angebot in Tirol nutzen
Auch österreichweit ist ein Ansturm auf die 17 Nicht-ÖBB-Bahnen zu spüren. Mit 33,5 Mio. stieg die Zahl der Fahrgäste um rund 7,7 Mio. an. Einen Grund dafür sieht VCÖ-Experte Michael Schwendinger im Klimaticket und den gestiegenen Spritpreisen. Das habe auch Auswirkungen auf den Freizeit- und Pendelverkehr. Durch flexiblere Arbeitszeiten und die höhere Anzahl an Teilzeitjobs sei es wichtig, auch außerhalb der klassischen Stoßzeiten ein gutes Bahnangebot vorzufinden.
Schwendinger plädiert außerdem an Unternehmen, durch Mobilitätsmanagement das bestehende Angebot zu nutzen: „Für Pendlerinnen und Pendler bringt der Umstieg vom Auto auf die Bahn mehr Verkehrssicherheit und mit dem Klimaticket auch eine starke Kostenersparnis.“ Gleiches gelte für Freizeiteinrichtungen oder Tourismusregionen, die dadurch Anreize für den öffentlichen Verkehr schaffen könnten.










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