Freispruch für Ehepaar

Gerechtigkeit siegte nach über 30 Jahren

Steiermark
20.12.2022 07:00

Im Jahr 1990 wurde ein steirisches Ehepaar wegen Urkundenfälschung und falscher Beweisaussage zu Geldstrafen verurteilt. Das Wissen, dass sie unschuldig sind, ließ ihnen keine Ruhe. Nun wurde der Fall neu aufgerollt. Und tatsächlich: Das Ehepaar wurde nach über 30 Jahren freigesprochen.

Es hat ihm einfach keine Ruhe gelassen: Im Jahr 1990 wurde ein inzwischen über 80-jähriger Steirer wegen Urkundenfälschung zu 50.000 Schilling Geldstrafe verurteil. Seine Gattin musste im Zuge des selben Falls 20.000 Schilling wegen falscher Beweisaussage berappen.

Hintergrund war ein Mietrechtsstreit. Der Mann wurde von einer Mieterin bezichtigt, er habe in einem Vertrag ihre Unterschrift gefälscht. Das damalige Gutachten stützte diese Behauptung, infolge dessen kam auch seine Gattin zum Handkuss, da sie zugunsten ihres Mannes ausgesagt hatte.

„Es hat mich jahrelang innerlich aufgefressen“, so der zu Unrecht verurteilte Steirer. Damals hätte ihm aber das Geld für einen Anwalt gefehlt. Also wandte er sich über 30 Jahre später an den Grazer Juristen Gerald Ruhri, der den Fall neu aufrollte. Und tatsächlich: Neue Gutachten bescheinigen, dass die Unterschrift keine Fälschung war. Inzwischen ist das Ehepaar freigesprochen und bekommt das Geld zurück - „Wir sind so erleichtert!“ 

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