Maggies Kolumne

Sport oder doch Quälerei?

Für große Aufregung hat ein Undercovervideo der Tierschutzstiftung Vier Pfoten gesorgt. Darin zu sehen: illegale, brutale Ausbildung eines Schutzhundes.

Das Video findest du unter: www.facebook.com/kronetierecke

Immer wieder wird der Belgische Schäfer angefeuert, sich im Arm (durch eine Auflage geschützt) eines Mannes zu verbeißen. Selbst vor in Österreich verbotenen Ausbildungsmethoden wird nicht zurückgeschreckt. Dazu zählen Stachelhalsband – ein auf Zug immer enger werdendes Halsband mit nach innen gerichteten Stacheln – und Elektroreizgeräte, welche auf Knopfdruck dem Hund einen Stromstoß verabreichen. Das besonders Schlimme an diesem Video: Das Training soll unter der Anleitung einer Weltmeisterin im Schutzhundesport durchgeführt worden sein.

Seit Jahren wird der Schutzhundesport immer wieder kritisiert. Auch ich bin irritiert, dass man die Tieren lehrt, sich im Arm oder Bein eines Menschen zu verbeißen. Und ich habe ein wenig Angst. Nein, nicht vor den Hunden, sondern von den Befürwortern dieser Ausbildung. Denn sobald man auch nur ein wenig Kritik äußert, "beißen" diese äußerst aggressiv zurück.

Aber warum kann man den Beutetrieb des Hundes nicht anders fördern? Warum muss die Attacke immer auf einen Menschen gerichtet werden? Wie wäre es mit einem Dummy - ähnlich einem Trainingssack beim Boxen, der auf Bäumen oder Stangen befestigt wird! Und warum sorgen die Befürworter nicht selbst dafür, dass die "schwarzen Schafe" endlich aus dem Verkehr gezogen werden? Wie kann es sein, dass selbst eine Weltmeisterin brutale, verbotene Trainingsmethoden anwendet? Ein falsch ausgebildeter Hund ist eine Gefahr für Menschen – auch für den Besitzer.

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Donnerstag, 21. Jänner 2021
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