Nächster Rücktritt

Büromitarbeiter der Grazer FPÖ verlassen Partei

Steiermark
25.10.2022 13:46
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Nachdem es in letzter Zeit schon viel Wirbel rund um die FPÖ in der Steiermark gab, tritt nun der nächste Mitarbeiter aus: Christian Finster verlässt die Partei! 

Nachdem FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek Stadträtin Claudia Schönbacher, Klubobmann Alexis Pascuttini sowie die Gemeinderäte Astrid Schleicher und Michael Winter für ihre Aufklärungsarbeit im FPÖ-Finanzskandal aus der FPÖ ausgeschlossen hat, treten auch die Mitarbeiter des Büros der Stadträtin und des Gemeinderatsklubs aus der FPÖ aus.

Begründet wird der Schritt mit der Fassungslosigkeit über das Vorgehen des FPÖ Steiermark-Landesparteivorstandes unter der Führung von Mario Kunasek und von Bundesparteiobmann Herbert Kickl. Für die Mitarbeiter, die naturgemäß einen Einblick in die Causa haben, ist nicht nachvollziehbar, warum Mario Kunasek angesichts des Sachverhalts diese gravierenden Schritte gesetzt hat. Die Mitarbeiter, die teils viele Jahre FPÖ-Mitglieder sind, sind von der Bundes- und Landesparteiführung massiv enttäuscht und schockiert über deren Maßnahmen. Für sie bleibt daher nur mehr die letzte Konsequenz, ihre Mitgliedschaft in der FPÖ für beendet zu erklären.

Von eigener Partei enttäuscht
Christian Finster findet als Göstinger Bezirksvorsteher-Stellvertreter klare Worte: Ich bin seit 12 Jahren FPÖ-Mitglied und habe viel Zeit, Energie und Engagement in diese Partei investiert. Gemeinsam mit Alexis Pascuttini habe ich viele Höhen und Tiefen in der Bezirkspolitik erlebt.“ Bei dem was hier passiert sei, wurde laut Finster eine rote Linie überschritten: „Die Entscheidungen von Mario Kunasek und Herbert Kickl sind für mich nicht nachvollziehbar“, zeigt er sich enttäuscht. „Daher bleibt für mich nur mehr die letzte Konsequenz, aus der FPÖ auszutreten. Gemeinsam mit Stadträtin Schönbacher und Klubobmann Pascuttini trete ich weiter für eine saubere, ehrliche und konsequente Politik für die Bürger ein“.

Bis auf Weiteres führt der Gemeinderatsklub unter der Bezeichnung „(Korruptions-) Freier Gemeinderatsklub“ seine Geschäfte und arbeitet an einer technischen Lösung, um zukünftig alle seine Ausgaben für alle Menschen einsehbar zu machen, heißt es in einer Aussendung. 

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