Mittels DNA-Analyse besser essen, sporteln und gesünder leben - das ist die Idee hinter dem Grazer Start-up „myDigitalTwin“. Co-Gründer und CEO Hermann Moser wirbt derzeit in den USA um Investoren.
Stäbchen in den Mund, einpacken, abschicken – und schon kurze Zeit später sagt einem das Smartphone, wie man essen soll, welche Nahrungsergänzungsmittel (un)nötig sind und welcher Sport ideal passt. Klingt wie ein Konzept aus der Zukunft, aber die sogenannte Nutrigenetik macht es auch heute schon möglich.
My Digital Twin - mein digitaler Zwilling - nennt sich das Start-up, das der gebürtige Salzburger aus Rauris Hermann Moser und der Waliser Craig Matthews 2020 in Graz gegründet haben. Wie kam die Idee? „Ich reagiere selbst sehr empfindlich auf Lebensmittel, deswegen habe ich mich lange mit dem Thema beschäftigt“, erzählt Moser, der Soziologie und Management studiert hat.
Nach drei Jahren als Berater im Science Park Graz, wo viele Start-ups angesiedelt sind, hatte Moser „Blut geleckt“, wie er sagt, und traute sich über die Gründung drüber.
Ich habe in der Start-up-Szene Blut geleckt.
Hermann Moser
„Wir sind kein Medizin-Produkt“
„Unsere Kernzielgruppe sind digitalaffine Menschen, die sich mit ihrem Körper und ihrer Ernährung auseinandersetzen“, erklärt Moser. „Wichtig ist, dass wir kein Medizinprodukt sind. Wir heilen niemanden, sondern helfen gesunden Menschen, das auch zu bleiben. Ich selbst habe dadurch etwa herausgefunden, dass ich einen höheren Zink-Bedarf habe. Wir können das auf das Milligramm hin empfehlen.“
Startschuss erfolgte diesen Sommer
Seit Juli diesen Jahres kann man sich online auf www.mydigitaltwin.at um 250 Euro ein Test-Kit bestellen. „Bis dato sind wir in Österreich und Deutschland auf dem Markt“, erklärt Moser.
Im Silicon Valley gibt es viel Kapital, aber auch sehr viel Konkurrenz
Hermann Moser
Neue Märkte will man aber bald erschließen – dafür ist Geld notwendig. Und am meisten Geld für Start-ups gibt es in San Francisco und im Silicon Valley, wo Moser und Matthews derzeit um Investoren werben und „den Markt evaluieren“. „Die Szene hier ist dynamisch. Es gibt viel Kapital, aber auch sehr viel Konkurrenz.“
Der Unternehmenssitz bleibt aber auch in Zukunft in Graz, versichert Moser. „Die Grazer Start-up-Szene muss sich international nicht verstecken. Wir wollen hier den Standort stärken und Jobs schaffen.“
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