Studienvertreter haben Angst, dass sich ihr Studienabschluss unfreiwillig verzögert. Doch vielleicht ist alles nur ein Missverständnis.
Ihre Arbeit als Studienvertreter können sich Salzburger Studenten in ihrem Studienplan anrechnen lassen. So sparen sie sich den Besuch von einzelnen Wahlfächern. Pro Semester rechnet die Uni den Studenten sechs ECTS-Punkte an – so war das zumindest bisher.
„Etwas, was wir uns nie gewünscht hätten“
Nun wackelt das System. Eine lange E-Mail an die Mitglieder der 34 Studienvertretungen sorgte ordentlich für Tumult und Beunruhigung: „Etwas, was wir uns nie gewünscht hätten, ist nun Realität geworden“, heißt es in der E-Mail der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an die Studienvertreter. So habe das Bildungsministerium auf Anfrage der Uni Salzburg festgestellt, dass nur die Vorsitzenden der jeweiligen Studienvertretungen einen Anspruch auf ECTS-Punkte haben. Die anderen Mitarbeiter jedoch nicht. „Ich bin fast mit dem Studium fertig und seit fünf Semestern in der Studienvertretung. Ich habe mit diesen Punkten gerechnet. Wenn ich sie nicht bekomme, fehlen mir für den Abschluss 24 ECTS“, erzählt ein Studienvertreter verärgert.
Missverständnis ist der Grund
Auf Anfrage der „Krone“ relativierte die ÖH-Vorsitzende Laura Reppmann die Aussagen in der E-Mail. „Es scheint da ein Missverständnis gegeben zu haben“, sagt die ÖH-Vorsitzende.Das teilte die Hochschülerschaft auch ihren Studienvertretern am Dienstag in einer weiteren E-Mail mit. „Die Ersatzleistungen für Sachbearbeiter von 6 ECTS pro Semester sollten weiter gesichert sein“, heißt es darin.
„Wir haben am Mittwoch einen Termin mit dem Vizerektorat, wo wir das klären wollen“, sagt sie. Dann soll sich auch endgültig herausstellen, ob und wie die Anrechnung der Punkte in Zukunft funktionieren wird.









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