30 Euro für eine Minute - ein Taxler hatte am Flughafen Wien-Schwechat nur einen Fahrgast einsteigen lassen und wurde prompt gestraft. Er kritisiert daher die dortigen Regelungen, am Flughafen wehrt man sich gegen die Vorwürfe.
„Es sieht so aus, als dürfen wir Fahrgäste gerne zum Flughafen bringen. Beim Abholen sind wir aber nicht mehr willkommen“, ärgert sich ein Fahrer eines Taxiunternehmens aus dem Bezirk Mödling über den Flughafen Wien-Schwechat. Er hat nämlich eine Anonymverfügung erhalten, weil er vor dem Parkhaus 4 das Auto verkehrsbehindernd abgestellt habe - für genau eine Minute (siehe Faksimile).
„Ich habe lediglich einen Kunden einsteigen lassen und dabei niemanden blockiert“, beteuert er.
Weitere ähnliche Strafzettel wurden der „Krone“ übermittelt. „Seit einiger Zeit werden Taxis beim Abholen fotografiert und danach angezeigt“, ist der Betroffene überzeugt. Nachsatz: „Man möchte wohl Taxiunternehmen von außerhalb die Arbeit erschweren.“
Speziell an neuralgischen Straßenverkehrspunkten, wie an der Kreuzung und Einfahrt zum Parkhaus 4, müssen wir genau darauf achten, dass der Verkehrsfluss nicht durch widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge beeinträchtigt wird.
Flughafen-Sprecher Peter Kleemann
„Verkehrsfluss muss funktionieren“
Diese Vorwürfe weist Flughafen-Sprecher Peter Kleemann vehement zurück: „Auch auf den Straßen am Flughafen gilt die Straßenverkehrsordnung.“ Deren Einhaltung sei gerade in Terminalnähe wegen des hohen Fahrzeugaufkommens besonders wichtig. Er verweist auf 30 für Taxis vorgesehene Stellflächen am Areal, einige davon sogar vor dem Parkhaus 4. „Dort hätte auch dieser Taxler auf seinen Fahrgast warten dürfen, Flächen daneben sind klar als Halte- und Parkverbot gekennzeichnet.“ Dass die Regelung manchmal auch zu Kritik führt, versteht Kleemann. Er betont aber: „Wir müssen darauf achten, dass der Verkehrsfluss funktioniert.“
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