In Fügen soll im Freiland eine Fläche entstehen, auf der Holz gelagert wird. Bürgermeister Dominik Mainusch vermutet, dass die Fläche für gewerbliche Zwecke der Firma Binder genutzt wird und kritisiert, dass das Tiroler Raumordnungsgesetz hier keine greifbare Lösung bietet.
Neben Kühen und Maisfeld fallen die Bagger und Lastwagen in Fügen besonders auf. Sie schaffen einen Lagerplatz für Holz. Die Fläche dafür gehört Natalie Binder, Teil der Geschäftsführung von Binderholz. Da sie eine Forstwirtschaft besitzt, ist sie berechtigt, ihr Feld als Lagerplatz für das davon abfallende Holz zu nutzen. „Aber das sind 1,5 Hektar Grund. So viel kann die Forstwirtschaft gar nicht abwerfen“, vermutet Fügens Bürgermeister und ÖVP-Landtagsabgeordneter Dominik Mainusch, dass auf der Fläche gewerbliches Holz der Firma Binder gelagert werden soll – obwohl sie als Freiland und nicht als Gewerbefläche gewidmet ist.
Ohne Bebauung ist Lagerung im Freiland erlaubt
Die Bezirkshauptmannschaft Schwaz bestätigte auf „Krone“-Nachfrage, dass sich Binders Anwalt erkundigt habe, ob Holzlagerung auf der Freifläche zulässig sei. „Ohne bauliche Maßnahmen schon“, lautete die Antwort – und gebaut wird nichts. „Sollte sich herauskristallisieren, dass das nicht das Holz der Landwirtin Natalie Binder ist, sondern zur Firma Binderholz gehört“, müsse man noch einmal prüfen. Vorher lässt sich nichts machen.
Es darf nicht sein, dass man in Tirol anfängt, Freiland gewerblich zu nutzen.
Dominik Mainusch, Bürgermeister von Fügen
Mainusch sieht ein Problem im Tiroler Raumordnungsgesetz (TROG). Dass dieses Widmung, aber nicht Nutzung einer Fläche regelt, gehöre geändert. Die Kompetenz dazu liegt beim Land und damit auch bei Mainuschs Partei. „Das war uns in dem Ausmaß gar nicht bewusst. Dieser Anlassfall hat das erst aufgezeigt“, erklärt der Politiker, der die Presse kurz vor der Landtagswahl zum Lokalaugenschein geladen hat. In seiner Funktion als Abgeordneter werde es wohl seine Aufgabe, sich um die Änderung zu kümmern. „Es darf nicht sein, dass man in Tirol anfängt, Freiland gewerblich zu nutzen.“









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