Neuer Landeskommandant

Tirols Florianichef: Feuerwehr in Blut und DNA

Tirol
17.09.2022 18:30

Seine Hausnummer ist - zufällig - 122, seit 40 Jahren gehört er der Feuerwehr an. Nun wurde Jakob Unterladstätter zum neuen Landesfeuerwehrkommandanten gewählt. Er will die Feuerwehren für die neuen, durch den Klimawandel entstandenen Aufgaben rüsten.

Zuhause in Strass im Zillertal führt er – unterstützt von Gattin Heidi sowie den Töchtern Nina und Sara – den Familienbetrieb mit 60 Mitarbeitern. Seit Kurzem hat der 51-Jährige als Chef des Tiroler Landesfeuerwehrverbandes auch fast 33.000 – überwiegend freiwillige – Florianijünger und 357 Feuerwehren unter sich. Der Zillertaler, der sich mit elf Jahren der Feuerwehrjugend anschloss, übernahm die Aufgabe von Peter Hölzl. Dieser hat die ehrenamtliche Funktion aus Altersgründen zurückgelegt.

Viel Lob für Vorgänger: „Muss nichts ändern“
„Groß ändern werde ich nichts, ich übernehme einen bestens geführten Verband“, streut er seinem Vorgänger im Gespräch mit der „Tiroler Krone“ in Telfs Rosen. Die Feuerwehr gehört zu seiner DNA. „Mein Vater Jakob war 20 Jahre Kommandant in Strass, so schien mein Weg eigentlich schon vorgezeichnet“, schmunzelt Tirols neuer oberster Florianijünger. Ortskommandant, Abschnittskommandant, Bezirkskommandant-Stv. Schwaz, Bezirkskommandant – da blieb fast keine andere Wahl mehr als die zum Landeskommandanten.

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Durch das rasche Eingreifen der Ortsfeuerwehren konnten zuletzt einige große Waldbrände verhindert werden.

Jakob Unterladstätter, Landesfeuerwehrkommandant

Mehr technische Einsätze
Während sich das allgemeine Brandgeschehen zuletzt stets rückläufig entwickelte, nahmen die technischen Einsätze zu. „Dazu erwarten uns wegen des Klimawandels neue Herausforderungen“, weiß Unterladstätter. Das habe man im Vorjahr in Kufstein bei den Überschwemmungen gesehen. Die Feuerwehren würden sich bei der Ausbildung und in Sachen Ausrüstung auf solche Einsätze einstellen und dafür rüsten. Dasselbe gelte für Waldbrände. „Durch das rasche Eingreifen der Ortsfeuerwehren konnten zuletzt einige Großfeuer verhindert werden“, betont der Strasser.

Dankbare Rückmeldungen motivieren den Chef
An Nachwuchs mangle es nicht, auch der Frauenanteil nehme erfreulicherweise stetig zu. Lob zollt Unterladstätter den Arbeitgebern von Feuerwehrleuten: „Die Abstellung für Einsätze stellt meist kein Problem dar.“ Motivation für die Feuerwehrarbeit holt er sich unter anderem aus dankbaren Rückmeldungen aus der Bevölkerung nach Einsätzen - persönlich und am Telefon. Seine Nummer endet übrigens auf 122 - zufällig...

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