Nicht besonders geschickt agierte ein Einbrecher in der Nacht zum Samstag: Der Mann versuchte ein Fenster des Literaturhauses in Salzburg einzuschlagen. Doch dabei verletzte er sich dermaßen schwer, dass er blutend die Flucht ergriff. Ausgerechnet die Blutspur überführte ihn.
Tomas Friedmann, Chef des Salzburger Literaturhauses, erzählte der „Krone“ von dem völlig misslungenen Einbruchsversuch. Über ein Fenster im 1. Stock wollte der Täter in das Gebäude einsteigen. Doch er scheiterte schon beim Einschlagen des Fensters: Dabei hatte sich der Kriminelle derart schwer an der Hand verletzt, dass er die Flucht ergriff. Der Täter zog dadurch eine Blutspur durch Teile des Stadtwerke-Areals, berichtete Friedmann.
Ein Anrainer, der mit seinem Hund Gassi ging, bemerkte das Blut und rief die Polizei. Mit einem Blutspürhund nahm die Polizei die Fährte auf. Diese führte direkt zum Literaturhaus. Währenddessen hatte sich der mutmaßliche Einbrecher, ein Russe (19), im Spital behandeln lassen, dazu auch die Rettung gerufen. Der Einsatzort der Rettung passte laut Polizei mit der Blutspur überein. Im Verhör gab der mutmaßliche Täter an, mit einem Freund Alkohol getrunken zu haben und sich nicht an die Tat erinnern zu können. Beide wurden angezeigt. Friedmann ließ derweil das leicht beschädigte Fenster reparieren. „Der Einbrecher wollte wohl bei uns ein Buch lesen. Weil zu holen, gibt es bei uns nichts“, musste selbst der Literaturhaus-Chef schmunzeln.









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