Seine Geschäftsidee mit Infusionen brachte einem Salzburger Unternehmer gehörigen Ärger ein. Noch hängen zahlende Kunden am Tropf, doch die Ärztekammer prüft genau.
Mit dem Vertrieb hochdosierter Vitamin-Infusionen hatte sich ein Salzburger Unternehmer ein erfolgreiches Geschäftsmodell erhofft. Ähnliche Modelle gibt es bereits seit Längerem in den USA. Dort gönnt man sich auch schnell mal in der Mittagspause einen „Drip“, also eine vermeintlich gesundheitsfördernde Infusion. Doch die vielversprechende Geschäftsidee aus Übersee wurde für den Salzburger Unternehmer zum Fallstrick.
Rechtliche Schritte gegen Unternehmen eingeleitet
Unsauber ausgewiesene geschäftliche Verflechtungen mit Ärzten, unklare medizinische Rahmenbedingungen und eine Webseite, die mit unseriösen Werbeversprechen warb, riefen auch die Salzburger Ärztekammer auf den Plan. „Wir haben rechtliche Schritte zur Prüfung des gegenständlichen Sachverhaltes eingeleitet“, hieß es. Gleich mehrere Punkte müssten nun geklärt werden. Andernfalls drohe nicht nur der Unternehmer selbst mit seiner Idee zu scheitern, sondern auch seine Geschäftspartner müssten eventuelle Konsequenzen fürchten.
Tatsächlich habe sich der Geschäftsmann im Laufe der Ermittlungen bisher kooperativ gezeigt. Er sei um eine rasche und vor allem saubere Aufarbeitung der Vorwürfe bemüht.
Unternehmer will nicht mit seiner Idee scheitern
Von Personen aus dem Umkreis des Salzburger Unternehmers hat die „Krone“ erfahren, dass er mit seiner Geschäftsidee auf keinen Fall scheitern will. Ob es ihm nun aber gelingen wird, alle beanstandeten Punkte klarzustellen, ist weiterhin offen. Die Untersuchungen sind noch am Laufen.
Die Ärztekammer rät Patienten, die Beauty-Trends, wie etwa hochdosierte Vitamin-Infusionen ausprobieren wollen, generell zu Vorsicht: „Bei Konsumation von ärztlichen Leistungen außerhalb des wissenschaftlich anerkannten Spektrums, raten wir zur vorherigen Abklärung mit einem Vertrauensarzt.“









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