Verwüstet, verschüttet, verschollen - rund um Eisenerz sind derzeit einige europäische Rettungstrupps in verschiedenen Missionen unterwegs. Sie proben den Ernstfall, der jederzeit und überall überraschend eintreten kann.
Ein Erdbeben der Stärke 5,5 auf der Richter-Skala lässt den Boden in Eisenerz erzittern. Parkhäuser stürzen ein, Personen werden in Kellern verschüttet oder müssen aus Höhlensystemen geborgen werden. So lautet die Annahme, die im Rahmen der EU-Übung „ModEx“ am Mittwoch um 10.28 Uhr in Kraft trat.
Seither herrscht in der Region Ausnahmezustand, zumindest für die rund 300 Helfer, die im Rahmen der Übung im Einsatz sind. Für sie soll alles so realistisch wie möglich ablaufen: Von einer fiktiven Zollkontrolle beim „Grenzposten“ St. Michael bis hin zu simulierten Nachbeben in Eisenerz, wo in der Kommandozentrale alle Fäden zusammenlaufen.
Hartes Training für die Retter
Rettungsteams aus Polen und Vorarlberg üben auf vier Ebenen des Erzbergs unterschiedliche Szenarien. Sie müssen sich teilweise durch 20 Zentimeter dicken Stahlbeton stemmen oder bis zu zwölf Meter lange Schächte von Schutt befreien. „Dort liegt von Sesseln bis Stahlträgern alles Mögliche drin. So wie bei einem echten Erdbeben“, verrät Alois Hirschmugl, der bei der Übung für das Design der Szenarien zuständig ist.
Nicht nur am Erzberg geht es rund: In den 44 Kilometer langen Gängen der Langsteinhöhle tummeln sich Höhlenrettungsteams aus Slowenien und Spanien. Aus Frankreich ist ein Drohnen-Team angereist, das am Präbichl und rund um den Stausee Hieflau nach Überlebenden sucht.
Hündin Havanna war schon in Beirut
Schäferhündin Havanna gehört zu einem polnischen „Urban Search and Rescue Team“ und ist eine von sechs tierischen Teilnehmern an der Übung. Sie hat schon viel erlebt, war etwa in Beirut im Einsatz, als eine Explosion ganze Stadtteile in Schutt und Asche legte. Für solche Ernstfälle trainieren die internationalen Hilfskräfte.









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