Bereits seit einigen Wochen wird heftig rund um potenzielle Energieengpässe im Winter und den Seilbahnenbetrieb diskutiert. Nun legte die Branche einen Maßnahmenkatalog vor.
Was tun, wenn es zu einem Energieengpass im Winter kommt? Darauf haben die Salzburger Bergbahnen nun Antworten. Die Fachgruppe der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer hat dem Energielenkungsbeirat einen Maßnahmenkatalog für den Fall der Fälle vorgelegt, sagt Sprecher Erich Egger. Etwa langsamere Lifte, abgedrehte Sitzheizungen oder etwa auch das Aus für das abendliche Skifahren bei Flutlicht finden sich unter den Maßnahmen.
„Ich denke, dass es so möglich ist, zehn bis 15 Prozent einzusparen“, sagt Egger. Auf ein gewisses Maß an Energieeinsatz könne man allerdings nicht verzichten. Stichwort: Beschneiung. „An der Grundbeschneiung kommen wir nicht vorbei“, sagt Egger.
Das sei einmal die Grundlage für das kommende wichtige Wintergeschäft – nach den vergangenen Wintern mit den vielen Lockdowns und Reisebeschränkungen seien viele der Salzburger Bergbahnen in den roten Zahlen. In den Skigebieten läuft indes vielerorts die Optimierung. Etwa im Snow Space Salzburg wird mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik an der Beschneiung getüftelt, berichtet Snow Space-Chef Wolfgang Hettegger. Auch im Pongau wird über das Ausschalten der Sitzheizungen nachgedacht. Aber: „Das Skifahren muss schon attraktiv bleiben“, so Hettegger.
In Großarl arbeiten Neo-Seilbahnchef Gerhard Lindorfer und seine Mitarbeiter seit dem Mai an neuen Energiespar-Möglichkeiten. „Wir haben etwa die veralteten Leuchtkörper weg gegeben und mit LED-Lichtern ersetzt“, sagt Lindorfer. Plus: Vielerorts habe man Bewegungsmelder installiert.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.