Nach einem Fast-Totalausfall im Corona-Winter 2020/21 konnten die steirischen Skigebiete in der Vorsaison wieder deutlich zulegen. Im heurigen Sommer wurden 49 Millionen Euro investiert. Doch die Unsicherheit vor dem kommenden Winter ist groß.
Die Zahlen verdeutlichen die Einschnitte durch die Corona-Pandemie: Wurden im letzten „normalen“ Winter 2018/19 noch 4,1 Millionen Ersteintritte bei den steirischen Seilbahnen registriert, sank die Zahl dann auf 3,8 Millionen (Saison 2019/20) bzw. gar nur noch 1,1 Millionen (Saison 2020/21).
In der Vorsaison waren es dann immerhin schon 3,5 Millionen Eintritte. Auch der Kassenumsatz lag mit 109 Millionen Euro schon fast wieder auf Vor-Pandemie-Niveau. Die Hoffnung, nun endlich wieder eine planbare Saison zu haben, dürfte sich aber für die Betriebe nicht erfüllen. Neben Corona, Personalmangel und der hohen Teuerung sorgt vor allem die Energiekrise für große Sorgen.
Wir sind nicht systemkritisch wie ein Krankenhaus, aber auch nicht weniger relevant als ein produzierender Betrieb.
Fabrice Girardoni
„Tausende Arbeitsplätze in Gefahr“
Die Frage ist: Sollte in den kalten Monaten tatsächlich Strom rationiert werden, könnte es den Tourismus und die Seilbahnen treffen. Dagegen kämpft der steirische Fachgruppenobmann und Stuhleck-Geschäftsführer Fabrice Girardoni: „Damit wäre die gesamte wintertouristische Wertschöpfung in den Regionen inklusive tausender Arbeitsplätze in Gefahr, Investitionen in Millionenhöhe würden ins Leere laufen.“ Beschneiung sei kein verzichtbarer Luxus, sondern die Grundlage für den Skibetrieb, so Girardoni.
Im heurigen Jahr werden immerhin 49 Millionen Euro investiert. Die Hälfte entfällt ab zwei neuen Bahnen am Rittisberg in Ramsau und am Galsterberg, der Rest ging in die Erhaltung der Pisten, die Gastronomie, Parkplätze und Fotovoltaik. Nicht realisiert wurde die eigentlich für heuer geplante neue Gondel am Loser in Altaussee, hier sorgen Einsprüchen von Naturschutzorganisationen vor gewaltige Verzögerungen.
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