Kommt der Skigebietszusammenschluss Ötztal-Pitztal? In St. Leonhard sprach sich die Bevölkerung am Sonntag bei einer Volksbefragung mit einer hauchdünnen Mehrheit dagegen aus.
Das Mega-Projekt spaltet seit dessen Bekanntwerden. Befürworter auf der einen, strikte Gegner auf der anderen Seite. Am Sonntag war die Bevölkerung der Standortgemeinde St. Leonhard im Pitztal am Wort. „Soll der Skigebiet-Zusammenschluss Pitztal-Ötztal gebaut werden?“, stand auf den Wahlzetteln der Volksbefragung.
Hauchdünne Mehrheit für Gegner
Das Ergebnis hätte nicht knapper ausfallen können: 348 Stimmberechtigte (49,64 %) sprachen sich dafür, 353 (50,36 %) dagegen aus. Die Beteiligung lag bei knapp 60 Prozent. Wie mit diesem Ergebnis nun umgegangen wird, ist derzeit noch unklar. Im nächsten Gemeinderat soll darüber diskutiert werden.
Stellungnahme der Gletscherbahn
„Die Zustimmung der Standortgemeinde war für uns von Anfang an die Grundvoraussetzung dafür, einen Zusammenschluss mit dem Ötztaler Gletscher bzw. mit dem Skigebiet Sölden anzudenken und zu planen“, so die Geschäftsführung der Pitztaler Gletscherbahn in einer ersten Stellungnahme. Diese sei seitens der Gemeinde immer wieder signalisiert und durch mehrere, einstimmige Beschlüsse im Gemeinderat eindeutig bestätigt worden.
Das Ergebnis wird von uns selbstverständlich zur Kenntnis genommen.
Die Geschäftsführung der Pitztaler Gletscherbahn
„Das Ergebnis der Volksbefragung in St. Leonhard im Pitztal zum geplanten Zusammenschluss zeigt nun ein anderes Bild und wird von uns selbstverständlich zur Kenntnis genommen“, hieß es weiter. Nun liege es an der Gemeinde, daraus die entsprechenden Rückschlüsse zu ziehen.
„Für uns steht aber fest, dass wir das seit 2016 geplante und mittlerweile stillgelegte Projekt Zusammenschluss Pitztal-Ötztal nicht mehr weiterverfolgen werden.“














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