13.07.2022 05:30 |

Bildung und Pandemie

Bildungsminister lässt Salzburg ratlos zurück

Strategien für das neue Schuljahr fehlen. Auch bei seinem Kurzbesuch in Salzburg ließ Martin Polaschek viele Fragen offen.

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Zuerst die Besichtigung der Fachhochschule Salzburg, dann ein Besuch im Holztechnikum Kuchl: Bildungsminister Martin Polaschek war am Dienstag in Salzburg unterwegs. Für Fragen rund um den Covid-Fahrplan für das kommende Schuljahr, oder zur Strategie gegen den Lehrermangel hatte er jedoch keine Zeit. Das Ministerium hatte zuvor angekündigt, für das kommende Schuljahr einen Covid-Variantenplan vorzustellen.

Varianten sind unklar
Veröffentlicht wird dieser aber erst Ende August, also zwei Wochen vor Schulbeginn. Landesbildungsrätin Daniela Gutschi hat dafür eine Erklärung: „Es ist einfach nicht klar, wohin sich der Coronavirus entwickelt. Es ist offen, ob eine neue Variante hinzukommt und wie sie sich verhält - deswegen wartet der Bund mit der Veröffentlichung. Wir in Salzburg sind aber auf jeden Fall gut vorbereitet“. An oberster Priorität steht für Daniela Gutschi, flächendeckende Schulschließungen verhindern zu können.

Statt 100 nur mehr 80 Euro
Eine Entscheidung der Bundesregierung stößt zurzeit auf Unverständnis: Der Bund hat den Wert des Schulstartpaketes gekürzt. Die Packerl helfen sozial schwachen Familien, ihre Kinder mit Schulbedarf auszustatten. Bis vor einem Jahr konnten die Betroffenen Pakete gefüllt mit Schulrucksack, Federpennal, Bastelbedarf und Co. im Wert von 100 Euro beim Roten Kreuz Salzburg abholen. Ab heuer gibt es dieses System nicht mehr - stattdessen können sich die Familien einen zweckgebundenen 80-Euro-Gutschein pro Kind für den Einzelhandel.

„Es ist völlig unverständlich, in der jetzigen Zeit gerade auf jene zu vergessen, die ohnehin schon wenig haben. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen“, ärgert sich SPÖ-Bildungssprecherin Stefanie Mösl. Nun versucht die Salzburger SPÖ, den Wert der Gutscheine zumindest in Salzburg auf hundert Euro zu halten. „Ich werde dieses Vorhaben natürlich unterstützen. Es wäre ein schwerer Fehler, wenn wir diese Familien jetzt nicht unterstützen würden“, sagt Daniela Gutschi (ÖVP).

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