Eine vermeintliche Routine-Tätigkeit führte Sonntagnachmittag im Norden des Kremser Bezirks (Niederösterreich) zu einem Einsatz des Notarzthubschraubers. Ein 64-Jähriger hatte sich nämlich zum Reinigen seiner Waffen in sein Büro zurückgezogen. Dabei dürfte dem erfahrenen Schützen jedoch ein schwerwiegender Fehler unterlaufen sein: In der Trommel eines Revolvers befand sich nämlich noch Munition.
Wenig später hallte ein Schuss durch das Anwesen. Eine Patrone der Ruger bohrte sich rechts in die Hüfte des Mannes. Die Gattin des Schwerverletzten hatte zunächst nichts von dem Unglück mitbekommen, sie schlief in einem anderen Zimmer. Erst die lauten Hilferufe des 64-Jährigen weckten sie. Die Frau setzte sofort die Rettungskette in Gang und leistete bis zum Eintreffen des Roten Kreuzes wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen. Mit dem Christophorus-Helikopter wurde der Pechvogel danach in das Krankenhaus geflogen. Er soll dabei ständig ansprechbar gewesen sein, Lebensgefahr soll laut Auskunft der Einsatzkräfte nicht bestanden haben.
Legaler Waffenbesitz
Abgesehen von der äußerst schmerzhaften Verletzung muss der Mann aber mit keinen weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen. Er ist Träger einer Waffenbesitzkarte und damit legaler Eigentümer seiner insgesamt acht Schusswaffen.












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