Die aktuelle Teuerungswelle hat noch einmal mehr Menschen in die Armut gestürzt. Die Caritas bittet daher um Lebensmittelspenden.
Der Gedanke daran, dass Menschen vor leeren Kühlschränken stehen und nicht wissen, wie sie ihre nächste Mahlzeit auf den Tisch bringen sollen, ist schockierend. Und doch ist das für viele Familien derzeit bittere Realität. Immer mehr Steirer sind von Armut betroffen, vor allem solche, für die es ohnehin schon knapp herging.
Hohe Nachfrage
Arbeitslose, Geringverdiener und alleinstehende Mütter wissen oft nicht mehr, wie sie über die Runden kommen sollen und wenden sich an die Caritas. „Wir haben nun seit drei Monaten eine überdurchschnittlich große Nachfrage bei unseren Lebensmittelausgaben“, bestätigt Franz Waltl, der Leiter der Basisversorgung in der Caritas Steiermark.
Grundnahrungsmittel fehlen
Mit den Lebenserhaltungskosten steigt auch die Zahl der Menschen, die bei den Lebensmittelausgaben um Essen bitten. „Seit Anfang April haben wir im Schnitt jeweils rund zehn Tonnen pro Woche ausgegeben, das sind um 40 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2021“, schildert Waltl den deutlich erhöhten Bedarf. Es handle sich vor allem um Grundnahrungsmittel, die im Moment sehr fehlen. Mehl, Speiseöl, Salz, Zucker, Nudeln, Reis und Haltbarmilch, aber auch Kaffee und Tee würden dringend benötigt. „Zusätzlich brauchen Bedürftige Hygieneartikel und Waschmittel.“
Groß angelegte Lebensmittelsammlung
Durch eine neue Aktion ruft die Caritas Steiermark nun von 27. Juni bis 9. Juli zu einer Lebensmittelsammlung auf, um Menschen in Not weiterhin versorgen zu können. Die Spenden können ab kommendem Montag an allen Carla-Standorten in der Steiermark zu den Geschäftszeiten abgegeben werden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.