Auf der Glitzalm

Beliebte Hüttenwirte haben wieder eine neue Heimat

Steiermark
17.06.2022 15:59
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Ein Jahr lang war die Küche auf der weststeirischen Glitzhütte verwaist. Nun werden wieder Wanderer, Bauern und Jäger bekocht. Die neuen Wirtsleute sind in der Region keine Unbekannten.

26 Bauern aus Wies, Eibiswald und Bad Schwanberg haben Anfang Juni ihre Tiere auf die Glitzalm gebracht: 383 Rinder, davon 75 Kälber. Hier verbringen sie nun die Sommermonate.

„Insgesamt sind 444 Hektar eingezäunt, davon werden 261 Hektar beweidet“, berichtet Karl Strohmeier vulgo Schwoama aus Wernersdorf. Er ist Obmann der Weidegemeinschaft Glitzalm und zugleich einer jener vier Bauern, die sich abwechselnd um das Wohlbefinden des Viehs kümmern. Unterstützung in allen Bereichen der Herdertätigkeit erhalten sie von Peter Kristöfel aus Wies und Franz Kronabitter aus Eibiswald.

Nach Schicksalsschlag zurückgezogen
Eine offene Hütte ist so etwas wie die Seele einer Alm. Da machen Wanderer Rast, es kehren Förster, Jäger und Holzknechte ein, Bauern stärken sich ebenfalls. Das gilt auch für die Herder, wenn sie von Rundgängen, bei denen sie zwischen zehn und 15 Kilometer unterwegs sind, zurückkommen.

Heuer ist das nach einjähriger Pause auch wieder auf der Glitzalm der Fall. Ingrid und Franz Theußl aus Bad Schwanberg sind als Hüttenwirte keine Unbekannten. „Vier Jahre lang hatten wir die Wirtbartl-Almhütte gepachtet, bis uns ein familiäres Schicksal ereilt hat“, erzählt Ingrid Theußl der „Krone“. „Nach eineinhalb Jahren Rückzug hat sich die Möglichkeit aufgetan, die Glitzhütte zu betreiben.“

Alles wird in der Hütte zubereitet
Für Gäste ist die Hütte in 1592 Meter Seehöhe nur zu Fuß zu erreichen. Die Küche ist bekannt für selbstgebackenes Brot und Schweinsbraten. „Die Suppen, Hauptspeisen und Mehlspeisen werden in der Hütte zubereitet“, betont Ingrid Theußl, während sie im gesetzten Tischherd ein paar Holzscheite nachlegt.

Von Mittwoch, 8.30 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, steht die Glitzhütte nun wieder offen. In ihr kann übrigens auch genächtigt werden. „Die Alm tut der Seele gut“, weiß Ingrid Theußl.

Josef Fürbass, Kronen Zeitung

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