Helga Sch. hatte die Wanderung gemeinsam mit einer Bekannten (78), mit der sie Urlaub macht, unternommen. An einer Weggabelung in Ramsau-Vorberg trennten sich die beiden - weil sie sich über die Richtung nicht einigen konnten. Das war um etwa 13.30 Uhr.
Um 16 Uhr tauchte die Wienerin noch bei einem Bauernhof auf: "Sie hat sich nach dem Weg zu ihrem Quartier erkundigt. Er ist ihr genau beschrieben worden, aber sie ist dann doch woanders hingegangen", berichtet Walter Stocker, der Chef der Polizeiinspektion Ramsau.
Nachdem ihre Bekannte die Abgängigkeitsanzeige erstattet hatte, wurde sofort eine Suchaktion gestartet, die aber am Abend ergebnislos abgebrochen und Montag früh fortgesetzt wurde - mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften, Suchhunden und einem Hubschrauber.
"Private Übung"
"Als ich davon erfahren habe, habe ich mir gedacht, dass ich mit meiner Kora eine private Übung machen könnte", erzählte Heidrun M. (41) aus Pichl, die mit ihrer sechsjährigen Hündin Mitglied beim Verein "Such- und Lawinenhunde Dachstein" ist. Um etwa 18 Uhr marschierten die beiden los, eineinhalb Stunden später zog Kora plötzlich heftig an der Leine: "Sie hat mich in unwegsames, sumpfiges Gelände geführt. Und dann habe ich plötzlich die Frau gesehen; sie ist im meterhohen Farn gelegen."
Die 73-Jährige war ansprechbar, aber stark unterkühlt und verwirrt; sie wurde in das Spital gebracht. Kora wurde natürlich belohnt: "Mit vielen Streicheleinheiten", sagt ihr stolzes Frauerl.
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