25.05.2022 07:00 |

Krankenhaus Schwarzach

Baby-Sperre wird „noch einige Monate dauern“

Schwarzachs Geburtshilfe bleibt auf unbestimmte Zeit für Auswärtige dicht - mit Ausnahme von Lungauer Patientinnen.

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„Wichtig ist, die Sicherheit in der Versorgung zu gewährleisten und das können wir nicht, wenn das Team überlastet ist“, verteidigt Primar Josef Riedler die Sperre der Geburtshilfe für Patientinnen, die nicht aus dem Pongau kommen. Wie berichtet will das Schwarzacher Krankenhaus wegen der desaströsen Personalsituation im ärztlichen Bereich rund 400 normale Geburten einsparen. Eine Sache stellt Riedler im Gespräch mit der „Krone“ allerdings klar: Die Maßnahme gelte nicht für Lungauer Patientinnen. denn „das sind sehr wenige und wir wollen das Krankenhaus Tamsweg, das selbst Schwierigkeiten hat, nicht weiter belasten.“

Wann wieder in den Normalbetrieb gewechselt werden kann, lässt sich laut Riedler nicht sagen. „Wir sind dabei, uns wieder ein Team zusammenzustellen, das den Betrieb stemmen kann“, erklärt Riedler. Allerdings dauere das sicher noch einige Monate, ist sich der stellvertretende ärztliche Leiter sicher.

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Medizinisch ist die längere Fahrzeit vertretbar. Es geht um die Sicherheit von Patientinnen und die können wir anders nicht garantieren.

Josef Riedler Stv. Ärztlicher Leiter KH Schwarzach

Keine Abweisung für gynäkologische Notfälle
Klar sei aber, dass Notfälle immer behandelt werden würden und auch keine Frau abgewiesen würde, die sich mit Blasensprung und Wehen in Schwarzach vorstellen würde, so Riedler.

„Die Rettungs- und Notfallversorgung ist durch die Leistungsanpassungen des Krankenhauses Schwarzach nicht beeinträchtigt“, erklärte auch das Rote Kreuz am Dienstag auf „Krone“-Anfrage.

In Zell am See, wo man die Schwarzacher „Leistungsanpassungen“ am meisten spüren wird, sieht man sich für das Mehr an Patientinnen gewappnet. „Es wird da und dort Änderungen im Dienstplan brauchen, aber Betten und Kapazitäten haben wir genug“, ist sich Maud Sayn-Wittgenstein vom Tauernklinikum sicher. Die SALK betonen alles zu „unternehmen, um die Patientinnen bestmöglich zu versorgen und unterzubringen“. Zugleich hoffe man, dass sich die Situation in Schwarzach entspanne.

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