10.05.2022 13:30 |

Auf altem Kohle-Areal

Größte Fotovoltaik-Anlage entsteht in Bärnbach

Ein plakatives Beispiel für die Zeitenwende: Auf dem ehemaligen Braunkohle-Abbaugebiet in Bärnbach errichtet die Energie Steiermark den größten Fotovoltaik-Park Österreichs. Und es soll noch mehr grüner Strom fließen: Landesweit hat sich der steirische Energieversorger bereits über 450 Hektar Flächen für neue Anlagen gesichert.

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Auf dem Areal der Aschekippe des ehemaligen Braunkohle-Abbaus im weststeirischen Bärnbach entsteht auf einer Fläche von 21 Hektar (entspricht 28 Fußballfeldern) der größte Fotovoltaik-Park unseres Landes. Die grüne Energie, die die gut 38.000 Kollektoren generieren können, soll bereits ab Herbst in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

„Mit einer Leistung von 16,1 Megawatt werden pro Jahr mehr als 18 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt. Das sorgt für die Einsparung von über 13 Millionen Kilogramm CO2 jährlich“, so Vorstandssprecher Christian Purrer beim offiziellen Baustart am Dienstag.

Zwölf Millionen Euro für 5700 Haushalte
Während ähnliche Projekte, wie etwa beim Flughafen Wien, auf die teilweise Deckung des Eigenbedarfs ausgelegt sind, wird der Strom in diesem Fall direkt über das Umspannwerk in Bärnbach den privaten Kunden in der Region verfügbar gemacht.

Die zwölf Millionen Euro teure Anlage kann laut den Betreibern über mindestens 25 Jahre den Bedarf von mehr als 5700 Haushalten in der Region abdecken.

Kann Energiewende noch gelingen?
„In Summe wollen wir in den kommenden Jahren landesweit mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt über 100.000 Haushalte mit Strom aus Fotovoltaik versorgen. Unser Budget für den Ausbau Erneuerbarer Energie-Produktion liegt bei über zwei Milliarden Euro“, gab Purrer die Marschrichtung vor.

Dachflächen im Visier
Zusätzlich zu den bereits bestehenden rund 25.000 privaten PV-Anlagen sollen in den kommenden Jahren noch mindestens 20.000 weitere hinzu kommen. „Dabei liegt der Fokus unserer Sonnenstrom-Offensive auf einer Nutzung der bestehenden Dachflächen - insbesondere auch von Industrie- und Agrar-Betrieben sowie auf der Errichtung von Freiflächenanlagen“, so Vorstandsdirektor Martin Graf.
Flächen im Gesamtausmaß von 450 Hektar hätte man sich dafür bereits gesichert.

Auch Energie - und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler streute den Steirern Rosen: „Der PV-Park Bärnbach-Rosental zeigt vor, wie die Energiewende funktionieren kann. Von der Kohle zur Sonne, das ist ein Sinnbild für die Zeitenwende in der Energieversorgung, vor der wir stehen.“

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