Tabuthema Endometriose

Nach jahrelangem Leidensweg Hilfe für Betroffene

Endometriose ist für Frauen mit starken Schmerzen und Kinderlosigkeit verbunden. Früher dauerte es zehn Jahre bis zur Diagnose, heute fünf. Ein Fortschritt, der auch auf die Zusammenarbeit von Ärzten aus NÖ und Znaim zurückzuführen ist. Seit 2018 hat sich das Landesklinikum Melk so zum führenden Zentrum für Endometriose entwickelt. Mit dem Ziel, die Lebensqualität der Frauen zu verbessern.
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Es beginnt mit quälenden Unterbauchschmerzen und endet meist mit einer jahrelangen Leidensgeschichte. Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen bei Frauen – aber immer noch ein Tabu-Thema, der Weg bis zur Diagnose lang. Die gutartigen Wucherungen sind meist an den Eierstöcken, aber auch in der Blase oder im Darm zu finden. Österreichweit sind rund 300.000 Frauen von Endometriose betroffen. „Neben den Schmerzen ist auch die Kinderlosigkeit ein Problem“, erklärt Primar Leopold Wanderer, ärztlicher Direktor und Leiter der Gynäkologie am Landesklinikum Melk. Diese betrifft rund 40 Prozent der Fälle.

Erfolgreiche Initiative mit „Healthacross“ in Melk
Auch für Katharina Kern aus Pyhra begann alles mit 17 Jahren. In sechs Monaten wurde sie zweimal operiert, ein drittes Mal in Znaim. Es folgten Hormontherapien. Heute ist die 26-Jährige stolze Mama der kleinen Mia. „Man fühlt sich mit der Diagnose oft alleine“, erklärt sie. In Melk fand sie Hilfe und Unterstützung. „Die Probleme sind leicht zu beheben, wenn man die Ursache kennt. Aber es ist eine chronische Erkrankung“, so Wanderer. Dank der grenzüberschreitenden Kooperation von „Healthacross“ und der Expertise aus Znaim ist es gelungen, in Melk knapp 500 Frauen erfolgreich zu behandeln, so Landesrat Martin Eichtinger.

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