Es ist eine paradoxe Situation: Die Auftragsbücher sind laut eigenen Angaben voll wie nie, dennoch meldet die Maschinenfabrik Liezen etwa 240 ihrer 640 Mitarbeiter zur Kurzarbeit an. Der Grund: Als Folge des Ukraine-Kriegs fehlt wichtiges Material.
Von „Auslastungshöchstständen“ sowohl in der Gießerei als auch im Maschinenbau berichtet Maschinenfabrik-Geschäftsführer Herbert Decker. Der Ausblick sei für das gesamte Jahr positiv. Doch im Bereich Maschinenbau fehlen als Folge des Kriegs in der Ukraine wesentliche Bauteile wie Schalt- und Steuerungselemente sowie Materialien wie Baustähle.
Daher wurden gut 240 Mitarbeiter bis Ende Juni zur Kurzarbeit angemeldet - wie stark sie tatsächlich in Anspruch genommen wird, sei aber noch offen. Kündigungen seien jedenfalls kein Thema.
Nur Hälfte der Angemeldeten tatsächlich in Kurzarbeit
In der Steiermark haben laut Auskunft des AMS aktuell exakt 4857 Betriebe Kurzarbeit für 53.000 Beschäftigte beantragt. Tatsächlich in Kurzarbeit sind aber nur 25.864 Arbeitnehmer, also nicht einmal die Hälfte der Angemeldeten.
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