Hilfe für Ukrainer

Die Solidarität wird einen langen Atem brauchen

Tirol
25.03.2022 07:00
Nach wie vor ist die Situation in der Ukraine katastrophal. Die Caritas hilft: Dort, in den Nachbarländern, und hier. Caritas-Präsident Michael Landau und Tirol-Direktorin Elisabeth Rathgeb schildern die Umstände, sehen viel Solidarität in Tirol, aber erinnern auch an die Menschen, die hierzulande an der Armutsgrenze leben.

Aus einem Bunker meldete sich die Präsidentin der ukrainischen Caritas und sprach mit Michael Landau, dem Präsidenten der Caritas Österreich. Die Botschaft: „Wir bleiben hier!“ Das gut vernetzte Geflecht der Caritas ist über ganz Europa ausgebreitet – das macht schnelle Hilfe nun möglich. „Es ist eine Niederlage für die Menschheit und für die Menschlichkeit“, fasst Landau die Situation in der Ukraine zusammen. Die gute Nachricht ist, insofern man in Zeiten wie diesen von einer guten Nachricht sprechen kann, dass die Solidarität der Menschen, was Spenden und freiwilliges Engagement angeht, überwältigend ist. Doch wie lange wird dieses andauern?

Landau: „Das ist ein Marathon und kein Sprint“
2015 war die Solidarität anfangs ebenfalls sehr groß, doch schnell ist die Stimmung im Land gekippt. Freilich ist es nicht zu vergleichen, kamen doch damals hauptsächlich Männer – nun sind es Frauen und Kinder, auch ist uns die ukrainische Kultur näher, wie Landau und Rathgeb ausführen. Die Caritas wiederholt jedoch mantrahaft: Wir werden einen langen Atem brauchen, das ist ein Marathon, kein Sprint. Sie setzt und vertraut auf den europäischen und weltweiten Zusammenhalt. Auch wurde aus 2015 gelernt: So lange es noch geht, setzt man auf kleine Quartiere, keine großen Hallen. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist geöffnet – all das soll die Integration leichter machen.

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Es ist eine Niederlage für die Menschheit und für die Menschlichkeit.

Caritas-Präsident Michael Landau

Hilfe für Ukrainer und Österreicher
Landau erinnert auch an die Armen in Österreich: 1,2 Millionen Menschen sind akut arbeitsgefährdet, die Sozialhilfe und das Arbeitslosengeld seien nicht ausreichend. Die Inflation und die höheren Energiepreise treffen besonders die Armen – auch hier möchte die Caritas helfen – sowohl den Österreichern als auch den Ukrainern. Auch viele Schulklassen möchten sich für die Ukraine engagieren. Möglich ist das zum Beispiel mit dem youngCaritas-LaufWunder für die Ukraine: Spendensammeln durch Laufen. Aktuell sind 33 Klassen aus neun Schulen aus Reutte, Innsbruck, Imst, Landeck und Innsbruck Land fix mit dabei.

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