03.03.2022 14:15 |

Gegen den Krieg

Auch steirische Unis zeigen sich gelb-blau

Während in ganz Europa Gebäude blau-gelb leuchten und viele Spendenaktionen laufen, bekennen auch steirische Unis mit Benefizkonzerten und zusätzlichen Forschungaufenthalten ukrainische Farbe. Die TU Graz stellte zudem eine langjährige Kooperation mit Russland ruhend - die Montanuni hält an einer solchen noch fest.

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Bereits in der vergangenen Woche unterstützte die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) einen offenen Brief russischer Wissenschafter gegen den Einmarsch Russlands in die Ukraine. Donnerstag teilten sie mit, mindestens 25 zusätzliche Forschungsaufenthalte an heimischen Einrichtungen für ukrainische Wissenschafter auszuschreiben.

Auch die steirischen Universitäten selbst bekunden ihre Solidarität zur Ukraine auf unterschiedliche Weise. An der Uni Graz etwa will man drei Forschern ein „akademisches Zuhause“ bieten. Vier Monate lang erhalten sie 1250 Euro und einen Zuschuss zu den Reisekosten unter dem Namen „Ukrainian Scholars at Risk“. 

Die Kunstuni hat zwei Benefizkonzerte ins Leben gerufen: Vorwiegend ukrainische Musik wird am kommenden Freitag und Montag durch den Florentinersaal Palais Meran in Graz schallen. Durch Spendeneinnahmen wollen sie unterstützen. 

TU Graz zieht Konsequenzen
Zutiefst bestürzt zeigt sich die TU Graz über Russlands Angriffe und zieht daher Konsequenzen: Die Kooperation mit der St. Petersburg Polytechnik University wurde eingefroren. Jene ermöglichte etwa gemeinsame Forschungsarbeiten oder einen Austausch von Studenten und Mitarbeitern. Die Rückkehr von drei in St. Petersburg Studierenden werde gerade organisiert, heißt es von Seiten der Pressestelle. An der TU Graz seien derzeit etwa 170 Studierende aus der Ukraine und Russland eingeschrieben. Mit einem aufgestocktem Sozialfonds möchte man betroffenen Studenten finanziell unter die Arme greifen.

90 Studenten aus den beiden Ländern sind es in Leoben. Auf der Homepage setzt die Montanuni auf „Frieden, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte“ - Werte, die Russland gefährden würde. Kooperationen und Austauschprogramme sollen darunter aber nicht leiden, da es die Falschen treffe. Seit 2007 arbeitet die Montanuni mit der führenden Universität Russlands im Bereich der Rohstoffe zusammen. Präsident Wladimir Putin selbst ist ein Absolvent der Bergbauuniversität St. Petersburg.

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