Fr, 22. Juni 2018

Stolze Summe

21.05.2011 10:54

Blutkonserven "abgelaufen": 300.000 € Schaden

An sich ist es, was man landläufig einen "alten Hut" nennt. Vor zwei Jahren schon hat der Rechnungshof moniert, dass es mit der Blutbank am LKH Graz Probleme gebe. Seit Freitag ist der Endbericht da. Auf den Punkt gebracht: 2008/09 wurden 3.200 "abgelaufene" Blutkonserven vernichtet. Gesamtschaden: mehr als 300.000 Euro...

55 Seiten dick ist der Bericht (GZ RH 003.664/004-332/10) über die Blutbanken am AKH Wien und an der Grazer Klinik. Demnach wurden in Graz 2008 gleich 1.701 (von insgesamt 21.484) Blutkonserven wegen eines überzogenen Ablaufdatums "entsorgt", 2009 waren es auch noch 1.471 (von 20.943). Der "Gesamtschaden" summiere sich auf mehr als 300.000 Euro, so die Prüfbeamten.

Verbleib von neun Prozent nicht geklärt
Kurios ein weiteres Faktum aus dem Bericht: Der Verbleib von neun Prozent der Blutkonserven konnte nicht geklärt werden. Ein Vampir, oder nehmen Ärzte für Operationen in Sanatorien ein bisserl Blut mit?

Die Stellungnahme des Blutbank-Chefs siehe Infobox!

Insgesamt gibt die Spitalsgesellschaft für Blutkonserven drei Millionen Euro aus, "Monopolist" für die Lieferungen ist das Rote Kreuz, eine Abhängigkeit, welche dem Rechnungshof auch ein Dorn im Auge ist. RK-Zuständiger Werner Kerschbaum betont, dass auch ihm sorgsamer Umgang mit Blut immens wichtig ist.

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